Matzleinsdorfer Platz

"Normal geworden": Wienerin verärgert über Drogenszene

Der Anblick von Drogendeals und Suchtkranken am Matzleinsdorfer Platz bereiten einer Wienerin große Sorgen. Sie fordert nun strengere Kontrollen.
Justine Gull
13.07.2026, 13:04
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Der offene Drogenhandel am Matzleinsdorfer Platz sorgt bei Anrainern für Ärger. "Heute"-Leserin Pauline* (Name von der Redaktion geändert*) ist dort regelmäßig unterwegs – und was sie dabei beobachtet, macht ihr zunehmend Angst.

Ihrer Wahrnehmung nach habe sich die Drogenszene in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet. "Am helllichten Tag, ohne den Versuch, es zu verstecken, wird hier gedealt", berichtet die Wienerin. Dealer und Suchtkranke würden das Bild rund um den Verkehrsknotenpunkt prägen.

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"Menschen mit teils offenen Wunden oder Bewusstlose, die am Boden liegen, scheinen hier mittlerweile niemanden mehr zu überraschen", schildert Pauline ihre Eindrücke. Sie sieht dadurch die Lebensqualität erheblich eingeschränkt und wünscht sich mehr Maßnahmen gegen die offene Drogenszene. "Ist das wirklich die neue Normalität?", fragt sich die Wienerin.

Dass der Bereich bereits im Fokus der Behörden steht, zeigt ein Einsatz Ende Juni: Damals gingen der Polizei am Matzleinsdorfer Platz im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der Straßenkriminalität zwei mutmaßliche Kokain-Dealer ins Netz. Pauline hofft dennoch, dass künftig noch konsequenter gegen den offenen Drogenhandel vorgegangen wird.

Zunahme nicht festgestellt

Auf "Heute"-Nachfrage erklärte ein Sprecher der Wiener Polizei, dass es am Matzleinsdorfer Platz zwar regelmäßig zu Suchtgiftdelikten komme, zuletzt jedoch keine Zunahme festgestellt worden sei. Um gegen den Drogenhandel vorzugehen, führt die Polizei dort laufend Schwerpunktaktionen durch – insbesondere mit der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS).

"Investieren 50.000 Euro"

Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) betonte bereits im April gegenüber "Heute", dass die Maßnahmen rund um den Matzleinsdorfer Platz verstärkt worden seien. So wurde der Austausch zwischen Polizei, den Securities der Wiener Linien und der ÖBB intensiviert. Zusätzlich setzt der Bezirk auf verstärkte Reinigungs- und Sozialmaßnahmen.

"Wir als Bezirk investieren heuer erstmals 50.000 Euro in mobile soziale Arbeit", erklärte Luxenberger. Die sam-Teams der Suchthilfe Wien seien dabei sowohl Anlaufstelle für suchtkranke Menschen als auch für Anrainer.

"Das ist de facto das Einzige, was wir in unserem Zuständigkeitsbereich verstärken können", so der Bezirksvorsteher. Darüber hinaus stehe der 5. Bezirk mit mehreren Einrichtungen der Stadt Wien im Austausch, um eine nachhaltige Lösung zu finden, die weitere Verdrängungseffekte in andere Bezirke verhindert.

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