Anhaltender Schneefall, schlechte Sicht und nicht zuletzt eine nicht gerade günstige Wettervorhersage – der Neuschnee war am Freitag der Spielverderber in Zauchensee. Das für 11.30 Uhr angesetzte zweite Abfahrtstraining der Frauen hat gut eine Stunde vor dem geplanten Start abgesagt werden müssen. Nun liegt der volle Fokus auf den beiden Weltcuprennen – der Abfahrt am Samstag (11.30 Uhr) und dem Super-G am Sonntag (12 Uhr).
"Wir sind guter Dinge, haben auch einen Meteorologen vor Ort. Die Schneefälle werden im Laufe des Tages nicht weniger, hören aber noch vor Mitternacht auf. Wir sind gut gerüstet", erklärte Michael Walchhofer, OK-Chef des Rennens auf der Kälberlochstrecke, im "ORF". Bereits gegen fünf Uhr morgens soll mit dem Freirutschen der Piste begonnen werden, um das Abfahrts-Spektakel noch zu ermöglichen.
"Der Aufwand ist gewaltig, wir hoffen aber schon, dass sich der lohnt", so Walchhofer. Aktuell würde man von einem soliden Grundstock der Piste profitieren, könne den gefallenen Neuschnee gut rausrutschen. Zum Spielverderber könnte am Samstag aber noch der auffrischende Wind werden.
Schon jetzt scheint klar, dass eine Abfahrt vom Originalstart am Gamskogel mit einem spektakulären ersten Hang, auf dem die Läuferinnen in unter fünf Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, nahezu ausgeschlossen scheint. Am Donnerstag hatte das Training nämlich bloß vom Hot-Air-Sprung, dem zweiten Reservestart, begonnen werden können. Für eine Weltcup-Abfahrt ist allerdings ein Training auf der gesamten Strecke notwendig.
"Mit 1:20 Minuten ist es für eine Abfahrt auch noch sehr attraktiv. Wenn wir von weiter oben fahren wollen, müssen wir dafür noch ein Training machen", erklärte Walchhofer. Denkbar wäre also, am Samstagmorgen ein kurzes, nur einige Sekunden andauerndes Training des obersten Streckenteils bis hin zum Hot-Air-Sprung abzuhalten, um dann eine längere Weltcup-Abfahrt zu haben. "Wenn es morgen Früh die Wetterverhältnisse zulassen, werden wir alles daran setzen", so der Rennchef.
Die Deutsche Kira Weidle-Winkelmann war die Schnellste gewesen, vor den drei ÖSV-Läuferinnen Christina Ager, Mirjam Puchner und Lena Wechner.