Nun auch Bundesheer im Katastropheneinsatz in NÖ

Bundesheer im Katastropheneinsatz
Bundesheer im KatastropheneinsatzBundesheer/Bernd Schmuck
Die anhaltenden Regenfälle sorgen dafür, dass nun auch im Bezirk Melk und im Raum Neumarkt an der Ybbs schweres Gerät des Bundesheers notwendig ist.

Seit den Mittagsstunden stehen die ersten 30 Soldatinnen und Soldaten des Pionierbataillons 2 aus Salzburg in Hallein wegen der anhaltenden Unwetter im Katastropheneinsatz. Heute ersuchten auch in Niederösterreich Behörden um Assistenz durch das Bundesheer. Schweres Pioniergerät ist im Einsatz - mehr dazu hier.

Pionierexperten im Einsatz

Die anhaltenden Niederschläge haben auch in Niederösterreich die Pegelstände so bedenklich erhöht, dass auch dort die Hilfe des Bundesheeres erforderlich wird. So baten niederösterreichische Behörden um Unterstützung in Matzleinsdorf im Bezirk Melk und im Raum Neumarkt an der Ybbs. Die Erkundungen zur Einsatzvorbereitung in den vom starken Niederschlag betroffenen Gebieten sind im Laufen. Dabei koordinieren sich Pionierexperten mit Behörden, Feuerwehr und Polizei, um den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten vorzubereiten. Melker Pioniere lösen bereits Verklausungen in Matzleinsdorf mit einem Bagger. Das Bundesheer hält weitere Kräfte bereit.

"Bundesheer hält ständig Einsatzkräfte bereit"

„Das Bundesheer hält ständig Einsatzkräfte bereit. Gerade die vorherrschende Wettersituation zeigt, wie wichtig unsere Soldatinnen und Soldaten – im Zusammenwirken mit Behörden und Einsatzorganisationen – als strategische Reserve der Republik sind“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Einsatz von Pioniergerät des Pionierbataillons 3 aus Melk in Matzleinsdorf
Einsatz von Pioniergerät des Pionierbataillons 3 aus Melk in MatzleinsdorfBundesheer/Bernd Schmuck

Der Pegel der Donau hat am Sonntagnachmittag im Bezirk Krems die Hochwasseralarmstufe erreicht. Am Vormittag betrug der Stand bei der Messstelle Kienstock laut den Wasserstandsnachrichten des Landes Niederösterreich 750 Zentimeter. Bereits am Vormittag war die Warnstufe erreicht worden.

Alarmierung erfolgt planmäßig

Trotz der Alarmstufe bestehe derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung an der Donau, teilte die Feuerwehr Krems auf ihrer Internet-Seite mit. Die Alarmierung erfolge plangemäß ab einem gewissen Wasserstand und lege die Schritte fest, die seitens der Behörden und der Feuerwehr gesetzt werden müssen. Dazu zähle etwa der Aufbau eines Hochwasserschutzes und die Sperrung von Treppelwegen.

Am frühen Sonntagnachmittag hat Starkregen zahlreiche Feuerwehreinsätze im Bezirk Amstetten ausgelöst. In Ferschnitz und Neuhofen wurde Zivilschutzalarm ausgelöst, bestätigte die Landeswarnzentrale einen Bericht von "ORF NÖ". Beide Gemeinden liegen an der Ybbs. Laut Landeswarnzentrale sind beide Orte vom Hochwasser umschlossen, Bäche und kleinere Flüsse über die Ufer getreten.

300 Einsätze im Bezirk Amstetten

Die Einwohner der betroffenen Orte wurden aufgerufen, in den oberen Stockwerken zu bleiben. Auch die Gemeinden Euratsfeld, Winklarn und Aschbach sind laut Feuerwehr besonders stark vom Hochwasser betroffen. In Aschbach wurde der Zivilschutz-Voralarm ausgelöst. Am späten Nachmittag waren 62 Feuerwehren im Bezirk Amstetten zu rund 300 Einsätzen ausgerückt. Auch zahlreiche Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Laut Bezirks-Alarmzentrale war dabei auch ein Hubschrauber im Einsatz.

600 Einsätze in ganz NÖ

Im Lauf des Nachmittags hat sich laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger auch die Situation im Bezirk Melk verschärft. Hier kämpften 63 Feuerwehren gegen überflutete Straßen und Gebäude. Insgesamt waren am späten Sonntagnachmittag rund 600 Feuerwehreinsätze in ganz Niederösterreich zu verzeichnen. Drei Viertel davon seien akute Unwetter-Einsätze, der Rest vorbereitende Maßnahmen zum Hochwasserschutz, so Resperger.

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