Schockierende Details kommen jetzt im Fall jener Siebenjährigen ans Licht, die Ende April in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden war – wir berichteten. Laut "Heute"-Infos soll das Mädchen nur noch knappe 14 Kilogramm gewogen haben, ist somit stark unterernährt und leide zudem unter einer schweren Hautkrankheit.
Normalerweise wiegen Kinder in dem Alter zwischen 20 und 30 Kilo. Laut Medizinern war die seltene Krankheit des Kindes offensichtlich bereits seit längerer Zeit unbehandelt geblieben. Für die Behörden sei dadurch klar: Die Eltern (35, 40 Jahre) stehen unter dem schrecklichen Verdacht der groben Vernachlässigung. Gegen die Österreicher wird auch wegen Verletzung der Fürsorgepflicht ermittelt. Mittlerweile kam das in Untersuchungshaft.
Tiroler Ermittler waren am 29. April durch eine Meldung nach dem Gewaltschutzgesetz alarmiert worden. Die Eltern hatten ihre Tochter bereits einen Tag zuvor selbst ins Krankenhaus gebracht. Dort bot sich den Ärzten laut Polizei ein erschütterndes Bild. Das Mädchen befand sich in einem "augenscheinlich verwahrlosten und lebensbedrohlichen Gesundheitszustand".
Da die beiden Beschuldigten zunächst nicht erreichbar waren, ordnete die Staatsanwaltschaft Innsbruck ihre Festnahme an. Am Montag und Dienstag stellten sich die Eltern schließlich selbst bei der Polizei. Kurz darauf wurden sie in die Justizanstalt eingeliefert. Wie es dem Mädchen aktuell geht, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Tirol laufen weiter auf Hochtouren.