Nachdem ein siebenjähriges Mädchen Ende April in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden war, klickten nun für die Eltern die Handschellen. Gegen das Paar wird wegen des Verdachts der gröblichen Vernachlässigung der Fürsorgepflicht ermittelt.
Wie das Landeskriminalamt Tirol mitteilte, wurde die Behörde am 29. April 2026 im Rahmen einer Meldung nach dem Gewaltschutzgesetz informiert. Demnach hatten die Eltern ihre Tochter bereits einen Tag zuvor in ein Krankenhaus gebracht. Das Mädchen befand sich laut Ermittlern in einem "augenscheinlich verwahrlosten und lebensbedrohlichen Gesundheitszustand".
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Eltern ihre Fürsorgepflicht über einen längeren Zeitraum massiv vernachlässigt haben sollen. Insbesondere sollen sie es unterlassen haben, rechtzeitig für die notwendige medizinische Versorgung des Kindes zu sorgen.
Da die beiden Beschuldigten für die Ermittlungsbehörden zunächst nicht erreichbar waren, ordnete die Staatsanwaltschaft Innsbruck ihre Festnahme an. Am Montag beziehungsweise Dienstag stellten sich die beiden schließlich selbstständig bei der Polizei.
Die Eltern wurden in weiterer Folge auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck in die Justizanstalt eingeliefert. Zudem wurde ein Antrag auf Verhängung der Untersuchungshaft gestellt.