Ein Urlaub in einer der heißesten Regionen der Erde endete tödlich: Ein 68-jähriger Franzose ist im Death Valley in Kalifornien gestorben. Der Mann war mit einem Begleiter auf einer abgelegenen Straße unterwegs, als ihr Auto steckenblieb.
Die beiden Touristen wollten daraufhin zu Fuß eine stärker befahrene Straße erreichen. Doch die Hitze wurde offenbar zu viel: Nach rund zwei Kilometern konnte der 68-Jährige nicht mehr weiter.
Sein Begleiter schaffte es später bis zur Straße und bekam von einem Autofahrer Hilfe. Parkranger starteten eine Suche, der zurückgebliebene Mann konnte aber nur noch tot geborgen werden.
Laut National Park Service erreichten die Temperaturen an jenem Tag 46 Grad Celsius. Das sind weniger als 5 Grad heißer als während der enormen Hitzewelle – 41,2 Grad am 5. August – in Österreich erreicht wurden.
Park-Direktor Mike Reynolds sprach den Angehörigen sein Beileid aus. "Dies ist eine herzzerreißende Erinnerung daran, wie schnell die Bedingungen hier gefährlich werden können", hieß es in der Mitteilung.
Death Valley gilt als Extrem-Ort: enorme Hitze, weite Distanzen, kaum Schatten, dazu vielerorts kein Handyempfang. Die Parkverwaltung warnt Besucher davor, die Bedingungen zu unterschätzen. Bei einer Panne sei es in vielen Fällen sicherer, im Fahrzeug zu bleiben, weil Suchteams ein Auto leichter entdecken als eine einzelne Person im offenen Gelände.
Die Zahlen zeigen aber: Extremhitze ist längst kein fernes Wüstenphänomen mehr. Während Death Valley zu den heißesten Orten der Erde zählt, rücken auch in Österreich Temperaturen über 40 Grad immer stärker in den Alltag der Sommerhitze.