Neben gutem Wetter braucht es auch gute Augen – beziehungsweise die richtige Ausrüstung und das Wissen, wo man Ausschau halten muss.
Mit diesen Voraussetzungen ist dieser Tage etwas über Österreich zu sehen, das es zuletzt vor 1.320 Jahren gegeben hat und auch in etwa in so vielen Jahren erst wieder zu sehen gibt: der Komet C/2025 A6 ("Lemmon") zog am Abendhimmel vorbei.
Ein Bild des Fotografen Dietmar Stiplovsek zeigt den Himmelskörper mit seinem Schweif am Dienstag über der Burg Neu-Ems ("Schloss Glopper") in Hohenems, Vorarlberg. Gelungen ist diese Aufnahme per Langzeitbelichtung gegen 19 Uhr, doch auch per Fernglas ist der Schweif deutlich erkennbar.
Die beste Beobachtungszeit ist laut Experten noch bis 31. Oktober, wenn der Komet seine maximale Helligkeit erreicht und sich relativ hoch über dem Horizont befindet. Auch der zunehmende Neumond trägt zur Sichtbarkeit bei.
Um den 12. November herum wird er wieder komplett verschwunden sein und in 1.410 Jahren wieder derart nah an der Erde vorbeiziehen. "Lemmon" wurde erst im Jänner von Astronomen in den USA entdeckt.
Wer ihn noch zu Gesicht bekommen will, sollte sich lieber beeilen: Das Zeitfenster der besten Sichtbarkeit ist bereits vorbei. Am frühen Abend muss man im Nordwesten, vor Sonnenaufgang im Nordosten Ausschau halten.