Rekorde werde fallen

"Nur eine Frage der Zeit" – diese Grafik besorgt alle

Die neue Analyse einer Europäischen Wetterbehörde erwartet eines der stärksten El Niño Events jemals – das hätte verheerende Folgen.
Newsdesk Heute
10.05.2026, 06:53
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"Heute" berichtete schon Mitte März über die ersten Indizien, mittlerweile hat es auch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) offiziell bestätigt. Das Wetterphänomen El Niño wird in den kommenden Monaten zurückkehren und könnte dieses Mal besonders stark ausfallen.

Die in Genf ansässige UN-Organisation teilte mit, dass die durch El Niño hervorgerufenen Wetterschwankungen schon zwischen Mai und Juli auftreten könnten. Die Vorhersagen deuteten darauf hin, dass fast weltweit die Temperaturen an Land in den nächsten drei Monaten höher als gewöhnlich sein könnten, hieß es.

"Eines der stärksten Events der Messegeschichte"

Am Donnerstag kam nun die neue Monatsberechnung des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts herein. Das ECMWF erwartet demnach weiterhin eines der stärksten El-Niño-Events der Messgeschichte, berichtet ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber auf Twitter und fügt an: "Neue globale Temperaturrekorde sind nur eine Frage der Zeit, wenn das Meer so großflächig so warm wird."

Das bedeutet El Niño

El Niño ist ein natürlich auftretendes Phänomen, bei dem sich die Wasseroberfläche im Pazifik erwärmt, was zu weltweiten Veränderungen der Winde, des Luftdrucks und der Niederschläge führt.

Zu Anfang ist El Niño nichts weiter als ein warmer Meeresstrom, der die Wassertemperatur vor der pazifischen Küste Lateinamerikas um einige Grad erhöht. Normalerweise sorgen Passatwinde dafür, dass das warme Wasser entlang des Äquators über den Pazifik nach Westen getrieben wird und kalte Wasserschichten voller Nährstoffe an der Küste aufsteigen können.

Verhängnisvolle Kettenreaktion

Wenn der Luftdruck sich allerdings ändert, nimmt der Wind ab oder kann sogar Richtung Land blasen. Die Warmwasserschichten im Westen des Pazifiks treiben zur Küste zurück, der Austausch des kalten und warmen Wassers in Küstennähe findet nicht mehr statt. Das ist der Beginn einer verhängnisvollen Kettenreaktion, die nicht mehr zu stoppen ist.

2024 wurde durch El Niño zum heißesten jemals gemessenen Jahr. Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert normalerweise zwischen neun und zwölf Monate.

Laut der WMO führt der menschengemachte Klimawandel nicht zu einem häufigeren oder stärkeren Auftreten von El Nino, er könne aber die Auswirkungen verstärken. Dies sei etwa in den Jahren 2023-2024 der Fall gewesen.

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