Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat vor den mit Spannung erwarteten Wahlen in den Bundesstaaten Virginia und New Jersey für die demokratischen Kandidatinnen geworben und auf die Gefahren für die US-Demokratie unter Präsident Donald Trump hingewiesen. "New Jersey, es ist an der Zeit, Amerika in eine bessere Richtung zu lenken", sagte er am Samstag in Newark.
In New Jersey liegt die demokratische Kandidatin fürs Amt der Gouverneurin, Abigail Spanberger, laut Umfragen klar vor ihrer republikanischen Konkurrentin Winsome Earle-Sears. In Virginia schaut es nach einem knapperen Rennen zwischen der Demokratin Mikie Sherrill und dem Geschäftsmann Jack Ciattarelli aus. Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest vor den Zwischenwahlen zum Kongress im nächsten Jahr.
In seinen Wahlkampfauftritten hat Obama scharfe Kritik an der Politik von Trump geübt. Der Republikaner habe keine Lösungen für Probleme wie die hohe Inflation oder die steigenden Kosten bei Energie und Immobilien gebracht. "Läuft die Wirtschaft besser für Sie? Denn für Trump und seine Familie ist es auf jeden Fall besser geworden", sagte Obama. "Für normale Familien sind die Kosten nicht gesunken, sondern gestiegen - dank dieser chaotischen Zollpolitik", fügte er hinzu.
Auch zur Demokratie in den USA hat der Ex-Präsident in Newark klare Worte gefunden. "Wir brauchen nicht über die Gefahren für unsere Demokratie zu spekulieren - sie sind da", sagte er.
Obama hat außerdem die Republikaner im Kongress kritisiert, die sich weigerten, "dem Präsidenten zu widersprechen". Sorgen macht ihm auch der Oberste Gerichtshof der USA, der "keine Bereitschaft zeigt, die Exzesse dieser Regierung zu kontrollieren".