Oberösterreicher rettet als "Stromheld" E-Ladestationen

CEO Franz Stabauer optimiert E-Ladestationen.
CEO Franz Stabauer optimiert E-Ladestationen.AE
Das Wachstum der E-Mobilität wird zunehmend zur Belastungsprobe für das Stromnetz. Der oberösterreichische Betrieb Aski Energy will Lösungen bieten.

Der europaweite Trend macht auch vor Österreich nicht Halt. Die Verkäufe von E-Autos haben sich trotz rücklaufender PKW-Verkaufszahlen im von der Corona-Pandemie gebeutelten Geschäftsjahr 2020 mehr als verdoppelt. Der Ausbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur hinkt dabei in Europa hinterher. Immerhin hat die Bundeshauptstadt Wien im Juni die 1000. öffentliche E-Ladestelle eröffnet. Dennoch stellt die zum Laden von E-Autos benötigte Leistung sowohl öffentliche als auch private Ladestation-Betreiber vor Herausforderungen.

Das große Problem liegt laut dem Energiemanagement-Unternehmen Aski Energy darin, dass viele Stromanschlüsse die hohe Leistung schlicht nicht liefern können. "Immer häufiger ist einfach nicht genügend Anschlussleistung für eine Ladestation, geschweige denn einen größeren Ladepark, vorhanden. Zusätzliche Stromanschlüsse zu verlegen ist - wenn überhaupt möglich - sehr teuer und ein Unterfangen von mehreren Monaten“, erklärt Geschäftsführer Franz Stabauer. Der Anbieter will dieses Dilemma mit einer eigenen Plattform zur Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden lösen.

Kampf gegen Stromausfälle und Rechnungen

Auch wenn die Leistung bei Betreibern zum Laden reicht, verursachen kurzzeitig hohe Leistungsnachfragen im Stromnetz – sogenannte Lastspitzen – im Worst Case Stromausfälle und bestenfalls hohe Rechnungen. Energiemanagement-Lösungen analysieren den Energieverbrauch in einem Gebäude in Echtzeit und dirigieren ihn. Durch die Kombination aus Hardware-Controllern und Software sollen Lastspitzen bei Ladestationen erst gar nicht entstehen.

Die Steuerung des Energieverbrauchs von unterschiedlichen Anschlüssen soll Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent ermöglichen. "Maximale Wirkung erzielt man, wenn auch andere große Verbraucher wie Klimaanlagen, Großküchen oder Maschinen in das Energiemanagement miteingebunden und in der Kombination automatisiert so gesteuert werden, dass bei maximalem Komfort die Lastspitzen auf ein Minimum reduziert werden“, beschreibt Stabauer das Rundum-Programm.

Beispiel: Wenn drei Autos gleichzeitig im Ladepark angesteckt sind, wird die Klimaanlage im Betrieb automatisch geringfügig zurückgedreht.

In der Mooncity Salzburg ist Aski Energy für das Energiemanagement verantwortlich.
In der Mooncity Salzburg ist Aski Energy für das Energiemanagement verantwortlich.Zuchna Visualisierung

Retter der Mooncity 

Aski Energy führt als ihr Vorzeigeprojekt den Moon Park in Salzburg. In dem Kompetenzzentrum für „Neue und Elektrische Mobilität“ werden mehr als 20 Ladesäulen, über 30 Ladepunkte, 40 Strom-, Wärme- und Wasserzähler sowie ein Batteriespeicher gleichzeitig reguliert. Dort wurde Stabauer als Retter in der Not wegen der zu geringen Anschlussleistung im E-Ladepark gerufen. Der Einsatz von ihm und seinem Team zeigte anscheinend Wirkung. "Um das Bewusstsein für das, was heute mit moderner Technologie schon möglich ist, zu stärken, sind solche Vorzeigeprojekte essenziell. Wir sind stolz, mit diesem Kompetenzzentrum ein europäisches Vorbild geschaffen zu haben", lobt Robert Steinböck, Innovations-Chef der Mooncity Salzburg, die Arbeit des Partners.

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