Spektakel bei Super-G

Odermatt wiederholt Kitz-Sieg, ÖSV-Star am Stockerl

Marco Odermatt wiederholt seinen Sieg im Super-G von Kitzbühel aus dem Vorjahr. Die ÖSV-Stars zeigen sich stark, Stefan Babinsky fährt aufs Stockerl.
Sport Heute
23.01.2026, 12:36
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Marco Odermatt ist im Super-G von Kitzbühel das Maß aller Dinge! Der Schweizer meisterte die Schlüsselpassage, die Hausbergkante, am besten – und konnte so viel Speed in den Schlussteil mitnehmen, der ihm letztendlich den Sieg brachte. Mit einer Zeit von 1:08,41 Minuten war er nicht zu schlagen.

Am nächsten kam ihm noch sein Landsmann Franjo von Allmen. Der Mitfavorit wurde denkbar knapp Zweiter (+0,03). Am dritten Platz landete der Österreicher Stefan Babinsky (+0,25) und bestätigte damit seine starke Form aus der Vorwoche. Für den Olympia-Super-G ist er wohl das heißeste Eisen im ÖSV-Lager.

Einen Podestplatz hatten die Österreicher beim Auftakt des Kitz-Spektakels auch fest eingeplant. Denn mit zwei Siegen und sechs Stockerlplätzen war man in der bisherigen Saison die erfolgreichste Nation in der Disziplin.

Knauß mit richtigem Riecher

Hans Knauß war sich im Vorfeld sicher, dass das Rennen am Hausberg entschieden wird. Fest stand für ihn jedenfalls: „Technik und Mut – diese Kombination wird zählen." Damit sollte der ORF-Experte auch recht behalten. Während Sieger Odermatt, die Schlüssel-Passage mit Bravour meisterte, hatten vor allem die heimischen Athleten beim Sprung über die Hausbergkante große Probleme und verloren einiges an Zeit.

Drei ÖSV-Stars in Top-10

Stefan Babinsky meisterte den oberen Streckenteil nahezu fehlerlos. Allerdings machte er bei der Schlüssel-Passage zu viel Richtung, verlor dadurch im Schlussteil an Speed, wichtige Zehntel und gab vermutlich den Sieg aus der Hand. "Es war eine ganz gute Fahrt. Kurz vor dem Zielhang hat es mir die Ski verschnitten. Das war sicher nicht der schnellste Weg", resümierte der ÖSV-Star. Auch Raphael Haaser (4., +0,33) zeigte mit einer starken Fahrt auf. Er wusste im oberen Streckenteil zu überzeugen, patzte jedoch wie seine Kollegen bei der Hausbergkante wodurch er schlussendlich das Podest um acht Hunderstel verpasste.

Ernüchternd verlief das Rennen für Vincent Kriechmayr (+0,44). Der Sieger von 2021 war mit großen Hoffnungen angereist, wirkte jedoch im oberen Teil zu verkrampft, konnte zwar über die Traverse noch Zeit gutmachen und wurde Siebenter. "Es war nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Hätte ich nicht so ein gutes Material gehabt, hätte ich über eine Sekunde Rückstand gehabt", so der ÖSV-Star.

Schwarz bei Speed-Debüt abgeschlagen

Nicht in die Top 10 schafften es die restlichen ÖSV-Athleten. Daniel Hemetsberger (14., +0,83), und Lukas Feurstein (+1,19) hatten mehrere Probleme. Letzterer muss seine Olympia-Hoffnungen mit dem 26. Platz wohl begraben.

Auch das mit Spannung erwartete Speed-Debüt von Marco Schwarz in der Disziplin verlief nicht nach Plan. Knauß attestierte ihm noch im Vorfeld "Reif für die Streif" zu sein, was sich jedoch als zu ambitioniert herausstellen sollte. Bei seiner Premiere landete der ÖSV-Star (+0,99) nur knapp unter den besten 20 Fahrern. "Zu wenig. In gewissen Passagen ist mir der Ski ein bisschen weggefahren. Dann summiert sich das halt. Ich glaube, wenn man gut drauf ist, kann man vorne mitfahren", zeigte sich der 30-Jährige im "ORF"-Interview mit seiner Fahrt unzufrieden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.01.2026, 14:32, 23.01.2026, 12:36
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