Sieger in Beaver Creek, Zweiter in Copper Mountain – Kriechmayr startete noch bärenstark in die Super-G-Saison. Doch zuletzt ist beim Oberösterreicher der Faden gerissen. Nach einem zwölften Platz auf der Lauberhornstrecke in Wengen fuhr Kriechmayr im Super-G von Kitzbühel am Freitag als Siebter den Topstars hinterher. Sein Rückstand auf Star Marco Odermatt: 44 Hundertstelsekunden.
Einen Großteil davon bekam der Oberösterreicher schon auf dem obersten Streckenteil aufgebrummt, war deshalb chancenlos. "Da oben bin ich den Sommerweg gefahren, viel zu viel herumgefahren. Ich habe gedacht, es würde einen mehr drücken mit der Geschwindigkeit, aber es war dann wesentlich einfacher als erwartet. Dementsprechend bin ich etwas zu rund gewesen", analysierte Kriechmayr die verkorkste Fahrt.
Auf eine schlechte Präparierung seiner Ski wollte sich der ÖSV-Star aber nicht ausreden. "Wenn ich nicht so ein gutes Material gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich über eine Sekunde hinten", meinte Kriechmayr. "Schade, dass sich mein Servicemann da den Arsch aufreißt. Mit dem Ski habe ich schon Rennen gewonnen. Daran kann es nicht liegen", so der Doppel-Weltmeister von 2021.
Eines ist für Kriechmayr aber klar: In der Abfahrt am Samstag will es der 34-Jährige wieder richten. "Wut habe ich sicher im Bauch. Ob es dann gut ist, werden wir sehen", schloss Kriechmayr.
Die Abfahrt startet am Samstag um 11.30 Uhr.