Für das große Ausbauprojekt der Verbindungsbahn in Wien müssen jetzt die ersten Kleingärtner ihre Parzellen verlassen. Betroffen sind 18 Gärten zwischen Hietzinger Hauptstraße und Auhofstraße, die bis spätestens 31. Juli geräumt und an die ÖBB zurückgegeben werden müssen, wie ORF Wien berichtet.
Während die Pächter auf Social Media ihre Sorge über den Verlust von Grünflächen äußern, bereiten die ÖBB bereits die Baustelle vor. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen am 7. September, die Baustelleneinrichtung startet bereits im August.
Die Bundesbahnen erklären gegenüber ORF Wien: "Die Flächen der derzeitigen Kleingärten werden für die Abwicklung der Arbeiten zur Attraktivierung der Verbindungsbahn benötigt." Die betroffenen Gärten befinden sich auf ÖBB-Grund. Die Nutzung der Flächen sei im Rahmen des UVP-Verfahrens genehmigt worden. Zudem werde "nach strengen ökologischen Auflagen" vorgegangen.
Für das Großprojekt bleibt die Strecke bis Ende 2027 gesperrt. Als Ersatz haben die ÖBB Busverbindungen zwischen Wien-Meidling, Wien-Speising, Wien-Hietzinger Hauptstraße und Wien-Hütteldorf eingerichtet. Mit Schulbeginn soll der Schienenersatzverkehr werktags zwischen 5.30 und 20.00 Uhr auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet werden.
Bereits im März hatten die ÖBB mit ersten Vorbereitungsmaßnahmen begonnen und entlang der Strecke den Bewuchs entfernt. Der Ausbau der Verbindungsbahn erfolgt in mehreren Etappen und soll abschnittsweise bis 2036 abgeschlossen werden.