"Konzern schlanker machen"

ÖBB-Reform – so viele Millionen sollen gespart werden

ÖBB-Chef Andreas Matthä sprach in der "ZiB 2" über die geplante Bahnreform und den großen Umbau des Konzerns.
Newsdesk Heute
04.09.2026, 22:24
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ÖBB-Chef Andreas Matthä will den Konzern mit der geplanten Bahnreform deutlich schlanker aufstellen. Am Freitagabend sprach er in der "ZiB 2" über den bevorstehenden Umbau, mögliche Einsparungen und die jüngsten Probleme im Bahnverkehr.

Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) hat einen Gesetzesentwurf für die größte Bahnreform seit mehr als 20 Jahren vorgelegt. Personenverkehr und Rail Cargo Group sollen dabei von Aktiengesellschaften in GmbHs umgewandelt werden. Die Holding soll dadurch mehr Steuerungsmöglichkeiten erhalten. "Diese Reform ist ein klares Bekenntnis gegen Doppelgleisigkeiten und Ineffizienzen und für einen wettbewerbsfähigen und zukunftsfitten Konzern", erklärte Hanke.

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Matthä rechnet mit Millionen-Einsparungen

Matthä erklärte in der "ZiB 2", man wolle den Konzern schlanker und wettbewerbsfähiger machen. Die derzeitige Struktur bestehe seit 25 Jahren. Durch die geplanten Änderungen könnten parallele Strukturen besser gebündelt werden. Für die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten rechnet der ÖBB-Chef mit einem Potenzial von 60 bis 80 Millionen Euro. Wie hoch die tatsächlichen Einsparungen ausfallen, lasse sich derzeit aber noch nicht sagen.

Die gesunkenen Passagierzahlen im Nahverkehr führte Matthä vor allem auf baustellenbedingte Sperren zurück. Gleichzeitig würden heute mehr Züge angeboten als früher. Im Schnitt gebe es monatlich rund zwei Prozent Zugausfälle.

ÖBB-Chef entschuldigt sich

Probleme durch Hitze oder einen Kabelbrand seien für die Fahrgäste "maximal unangenehm". Matthä räumte ein: "Da gibt es auch nichts zu diskutieren. Da gibt es nur sich zu entschuldigen dafür, dass wir diese Unannehmlichkeiten bereitet haben."

Die ÖBB müssten sich zudem auf veränderte klimatische Bedingungen einstellen. Nach den Hitzeproblemen seien technische Berechnungen angepasst worden. Ausfälle bei extremer Hitze werde es zwar weiterhin geben können, entscheidend sei dann aber eine verlässliche Alternative. "Da müssen wir besser werden", sagte Matthä.

Bei der Pünktlichkeit sieht Matthä die ÖBB weiterhin unter den Top-Bahnen Europas. Ein grundsätzliches Fehlermuster bei den jüngsten Problemen erkenne man derzeit nicht.

Auch mögliche Sabotageakte beschäftigen die Bahn. Die ÖBB stehe dazu mit anderen europäischen Bahnen in intensivem Austausch und setze auf verstärkte Überwachung. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es laut Matthä allerdings nicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.09.2026, 22:24