WKÖ-Umfrage enthüllt

Mehrheit dafür – heimische Rüstungsbranche soll wachsen

Eine Mehrheit der Österreicher will die Rüstungsbranche ausbauen. 75 Prozent wollen, dass heimische Firmen von Verteidigungsinvestitionen profitieren.
Newsdesk Heute
04.09.2026, 20:54
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Mehr Geld für Verteidigung soll nach dem Willen vieler Österreicher auch der heimischen Wirtschaft zugutekommen. Eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammer (WKÖ) zeigt eine Mehrheit für den Ausbau der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Demnach sprechen sich 53 Prozent der Befragten dafür aus, die heimische Branche zu vergrößern. Auch für höhere Verteidigungsausgaben gibt es Zustimmung: 41 Prozent befürworten eine Aufstockung des Budgets, 19 Prozent lehnen sie ab.

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Noch deutlicher fällt das Ergebnis aus, wenn es um österreichische Unternehmen geht. Drei Viertel der Befragten wollen, dass Investitionen in Sicherheit und Verteidigung auch der heimischen Industrie zugutekommen und damit die technologische Basis Österreichs stärken.

Heimische Firmen sollen profitieren

Ebenfalls 75 Prozent sprechen sich dafür aus, österreichische Zulieferer einzubinden, wenn das Bundesheer Rüstungsgüter im Ausland einkauft. Für 68 Prozent ist eine eigenständige heimische Sicherheitsbranche wichtig.

WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger sieht darin einen klaren Auftrag. "Die Bevölkerung sagt klar: Wenn wir mehr in Sicherheit investieren, soll davon auch Österreich profitieren", kommentierte er die Ergebnisse.

"Drei Viertel wollen, dass damit heimische Technologie und Wertschöpfung gestärkt werden. Dieses Potenzial für Innovation, Arbeitsplätze und den Standort müssen wir nutzen."

Aus Danningers Sicht wäre es wirtschaftspolitisch kurzsichtig, bei Auslandskäufen des Bundesheeres Geld auszugeben, ohne gleichzeitig heimische Wertschöpfung und Know-how zu fördern.

Kriege beeinflussen Sicherheitsgefühl

Vom Erhalt beziehungsweise Ausbau der heimischen Sicherheits- und Verteidigungsbranche versprechen sich die Befragten laut Erhebung vor allem eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts und zusätzliche Arbeitsplätze.

Internationale Entwicklungen spielen beim Sicherheitsgefühl ebenfalls eine große Rolle. 51 Prozent nannten den russischen Angriff auf die Ukraine als prägenden Faktor. Für 48 Prozent beeinflusst die US-Präsidentschaft von Donald Trump das Sicherheitsbewusstsein.

1.202 Personen befragt

Die Ergebnisse stammen aus der Studie "Verteidigung und Sicherheit in Österreich - 2026". Dafür befragte das Market-Forschungsinstitut im Auftrag der Wirtschaftskammer zwischen 4. und 10. August 2026 insgesamt 1.202 Personen.

Die Teilnehmer waren zwischen 16 und 85 Jahre alt. Die Befragung wurde mittels Online-Interviews durchgeführt.

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