"Aus allen Wolken gefallen"

Post erhöht Tarife! Kunden ärgern sich über neue Preise

Wer einen Brief in Österreich besonders schnell verschicken will, zahlt deutlich mehr. Die Post erhöhte den Premium-Aufpreis von 0,30 auf 0,90 Euro.
André Wilding
04.09.2026, 10:37
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Für Postkunden ist der schnelle Briefversand seit 1. August deutlich teurer. Die Zusatzleistung Premium kostet nun 0,90 Euro pro Sendung statt bisher 0,30 Euro. Damit hat sich der Aufpreis verdreifacht – das berichtet die "Kronen Zeitung".

Das sorgt bei Kunden für Ärger. Ein Hotelier aus Oberösterreich verschickt einmal im Jahr Briefe an seine Stammgäste und wurde beim jüngsten Besuch bei der Post von den neuen Kosten überrascht.

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"Ich schreibe allen meinen Stammgästen einmal im Jahr einen Brief. Das ist mir wichtig. Aber als ich das letzte Mal die Briefe – und das sind Dutzende – aufgeben wollte, bin ich aus allen Wolken gefallen. Der Premiumversand ist deutlich teurer geworden", ärgert sich der Hotelier gegenüber der "Krone".

Pensionist kritisiert fehlende Information

Auch ein 78-jähriger Pensionist aus Linz, der regelmäßig Briefe verschickt, zeigt sich über die Erhöhung verärgert. Besonders stört ihn, dass er nach eigenen Angaben zuvor keine entsprechende Information erhalten habe.

"Natürlich kostet alles mehr, aber beim Premiumversand ist es schon sehr extrem. Und was mich noch mehr ärgert, ist, dass es dazu keine Information gibt oder gab. Ich bin Briefmarkensammler und nicht einmal in den Broschüren für uns ist irgendwas gestanden", klagt der 78-Jährige in der Tageszeitung.

Post erklärt kräftige Erhöhung

Die Post bestätigt die neue Preisgestaltung. "Ja, der Preis für die Zusatzleistung Premium wurde mit 1. August von 0,30 auf 0,90 Euro pro Sendung angepasst", heißt es gegenüber der "Kronen Zeitung".

Bei Premium-Briefen ist eine Zustellung innerhalb eines Werktages vorgesehen. Als Grund für die Preisanpassung verweist die Post auf die seit Jahren sinkende Zahl verschickter Briefe.

"Das Briefaufkommen geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Allein 2026 verzeichnen wir bislang einen Rückgang von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2008 sank das Briefvolumen um 60 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei Premium-Briefen", so die Post zur Tageszeitung.

Premium-Sendungen machen laut Post nur noch rund zehn Prozent aller Briefsendungen aus. Für Kunden, die ihre Briefe besonders schnell ans Ziel bringen wollen, bedeutet das seit August jedenfalls einen kräftigen Aufschlag: Statt 30 Cent werden für die Zusatzleistung also nun 90 Cent pro Sendung fällig.

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