Mit der 0:1-Niederlage gegen Rumänien setzte es im Oktober die erste Pleite der Qualifikation. Trotzdem hat Österreichs Nationalelf in den beiden November-Länderspielen auf Zypern (15.11.) und im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Konkurrent Bosnien (18.11.) die erstmalige WM-Teilnahme seit 28 Jahren selbst in der Hand. Zwei Punkte könnten reichen, wie Teamchef Rangnick vorrechnete. Genauso reichen vier Punkte bei einem Remis gegen die Bosnier für den Gruppensieg. Und mit zwei Siegen ist Rot-Weiß-Rot sowieso durch.
"Wir wollen unbedingt dabei sein", richtete der Deutsche den Blick bereits auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, in Kanada und Mexiko. Und stellte dann klar: "Für mindestens eine Handvoll Spieler ist es die letzte Chance. Für mich ist es auch die erste und die letzte Chance, eine WM als Teamchef zu begleiten", so der 67-Jährige. Rangnick hatte schon im Vorfeld angekündigt, im Falle einer verpassten WM-Qualifikation abtreten zu wollen. Stars wie Marko Arnautovic (36) und David Alaba (33) könnten nach dem Großereignis womöglich aufhören.
"Ich bin davon überzeugt, dass die Spieler alles investieren werden, dass sie geschlossen auftreten", blickte Rangnick bereits auf das vorentscheidende Duell gegen die bisher noch zu Hause ungeschlagenen Zyprioten.
Die späte Niederlage in Rumänien – Virgil Ghita traf in der 95. Spielminute, quasi in letzter Sekunde – beschäftigte den Teamchef, und wird auch Österreichs Nationalteam noch beschäftigen. "Es hat gedauert, bis wir das Tor verdaut haben. Wenn uns dieser Punkt näher ans Ziel bringt, muss man nicht 30 Meter in der gegnerischen Hälfte stehen. Wir werden es sicher mit der Mannschaft aufarbeiten", erklärte Rangnick, der aber betonte, dass dies nur ein kleiner Bereich der Vorbereitung sein werde. "Wir haben mit allen Spielern, die gegen Rumänien gespielt haben, telefoniert, haben Feedback eingeholt. Jetzt wollen wir die Vorbereitungswoche nützen, um die Maschinen wieder anzuwerfen", betonte der ÖFB-Teamchef.
Der für die entscheidenden Länderspiele 26 Mann – 22 Feldspieler und vier Torhüter – einberief. Wieder dabei sind Xaver Schlager und Patrick Pentz, erstmals Teil der österreichischen Nationalmannschaft ist Elversberg-Tormann Nicolas Kristof.