Klare Ansage vom ÖFB. Der heimische Fußballverband wird Gianni Infantino bei einer erneuten Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten nicht mehr unterstützen. Diesen Beschluss fasste der Aufsichtsrat des Verbandes am Freitag in Wien.
Damit stellt sich der ÖFB auf die Seite der UEFA, die sich ebenfalls gegen den Schweizer positioniert hat. Für heftigen Widerstand hatte zuletzt vor allem Infantinos Plan gesorgt, Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren auszulagern. Besonders aus Europa kam dagegen massive Kritik.
Der ÖFB begründet seinen Kurswechsel mit den jüngsten Entwicklungen: "Grundlage für diese Entscheidung sind die Entwicklungen der letzten Wochen und Monate und die damit deutlich veränderten Rahmenbedingungen."
Besonders schwer wiegt für den Verband, dass offene Fragen aus seiner Sicht weiterhin nicht beantwortet sind. "Die Vorwürfe wurden bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet", heißt es in der Aussendung.
Der Schulterschluss mit der UEFA sei deshalb die logische Konsequenz. "Ein geschlossenes Vorgehen der europäischen Verbände sendet ein starkes Signal der Verantwortung für den Sport und des Zusammenhalts", stellt der ÖFB klar. Andere europäische Verbände hatten Infantino schon vor Wochen die Unterstützung verweigert oder die ursprünglich ausgesprochene Unterstützungserklärung zurückgezogen. Die Wahl des FIFA-Präsidenten geht im März 2027 in Marokko über die Bühne.