30 Spiele hat Affengruber für Spanien-Aufsteiger Elche in La Liga bereits absolviert. Zuletzt erzielte der ÖFB-Teamspieler auch seinen ersten Treffer im spanischen Oberhaus, wurde mit einem Tor, einem Assist und einem herausgeholten Elfmeter beim 3:2-Heimerfolg gegen Atletico Madrid zum Matchwinner für den Aufsteiger. Elche verließ durch den überraschenden Sieg die Abstiegsränge, ist aktuell Tabellen-15., zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.
Nur logisch, dass ein Stammspieler bei einem Verein einer Top-Fünf-Liga eigentlich gesetzt im rot-weiß-roten Nationalteamkader sein sollte. Doch Österreich hat auf der Innenverteidiger-Position ein Überangebot. So berief ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick den 25-jährigen Ex-Sturm-Graz-Kicker jüngst für die beiden März-Länderspiele gegen Ghana und Südkorea erstmals in seinen Kader. Affengruber debütierte auch gleich gegen die Afrikaner. Eine WM-Garantie ist das aber noch lange nicht.
"Wenn David nicht zur WM fährt, dann wäre das die größte Ungerechtigkeit der Geschichte", meinte Elche-Trainer Eder Sarabia bei "DAZN" auf die Nationalteam-Chancen seines Innenverteidigers angesprochen. Es zeigt, welch hohen Stellenwert sich der Abwehrspieler in Spanien erarbeitet hat.
Beeindruckend sind auch die Statistiken des Innenverteidigers. Er gewann alle vier Luftzweikämpfe gegen Aletico, hatte 124 Ballkontakte und verzeichnete eine Passquote von 89 Prozent. "Ich glaube, das war mein bestes Spiel. Es kommt nicht oft vor, dass man an allen drei Toren beteiligt ist", erklärte Affengruber. Oberstes Ziel sei freilich der Klassenerhalt. "Es stehen noch sechs Spiele an, wir wollen alle gewinnen. Wir konzentrieren uns auf jedes einzelne Spiel und werden sehen, wo wir am Ende stehen." Klar ist aber: Mit derart starken Leistungen hat sich Affengruber ins Rampenlicht gespielt.