"Ein Spiel wie dieses sollten wir nie verlieren", sagte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup nach dem 0:2 gegen Hartberg. "Das ist die härteste Niederlage."
Die Hütteldorfer verabschiedeten sich endgültig aus dem Meisterrennen, liegen fünf Punkte hinter Leader Sturm – und
Auffällig: Schon wieder verschossen die Rapidler einen Elfmeter – es war bereits der vierte Fehlschuss in dieser Bundesliga-Saison. Die alarmierenden Zahlen: Nur zwei von sechs Strafstößen konnten die Hütteldorfer verwerten. Das ergibt eine Trefferquote von gerade einmal 33,3 Prozent – mit Abstand der schlechteste Wert der Liga.
Zum Vergleich: Die nächstschlechtesten Teams LASK und Salzburg halten bei jeweils zwei Treffern aus drei Versuchen und damit bei 66,7 Prozent.
Doch damit nicht genug: Auch im historischen Vergleich ist Rapids Bilanz desaströs. Seit Beginn der detaillierten Datenerfassung 2013/14 ist Rapid erst das dritte Team, das in einer Saison vier Elfmeter verschießt. Zuvor passierte das nur dem LASK (2020/21) und Austria Klagenfurt (2024/25).
Auch die Trefferquote ist ein Ausreißer nach unten. Eine ähnlich schwache Bilanz gab es zuletzt 2014/15 bei Austria Wien. Damals wurden nur zwei von fünf Elfmetern verwertet – eine Quote von 40 Prozent.
Besonders bitter: Mehrere der vergebenen Strafstöße hätten Spiele kippen können. Zwei Elfmeter wurden beim Stand von 0:0 vergeben, einmal lag Rapid knapp zurück. Statt möglicher Punkte setzte es am Ende Niederlagen.
Entsprechend deutlich fiel die Kritik nach dem Hartberg-Spiel aus. Trainer Johannes Hoff Thorup sprach von einer "sehr schlechten Ausführung". Sportchef Markus Katzer brachte es auf den Punkt: "Die Chancenverwertung war einfach schlecht, bezeichnend war auch die Qualität des Elfmeters. Hätten wir drei von den vier verschossenen Elfmetern verwandelt, hätten wir ganz anders gepunktet."