Plötzlich geht es bergab: Die Preise für Öl und Gas sind am Freitag kräftig gefallen. Auslöser sind neue Signale aus dem Nahen Osten. Laut Iran ist die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus wieder frei passierbar – zumindest für die Dauer des Waffenstillstands.
Das hat sofort Wirkung gezeigt: Ein Barrel Brent-Öl kostete nur noch rund 91 Dollar – mehr als acht Prozent weniger als noch am Tag davor. Zwischenzeitlich rutschte der Preis sogar unter die 90-Dollar-Marke. Auch US-Öl verbilligte sich deutlich.
Zur Erinnerung: Während der Eskalation rund um den Iran war der Ölpreis im März auf fast 120 Dollar nach oben geschossen. Vor dem Konflikt lag er noch bei etwa 70 Dollar.
Auch beim Gas zeigt sich die Entspannung. Der europäische Richtwert TTF fiel um mehr als neun Prozent auf rund 38,5 Euro pro Megawattstunde. Im März lag der Preis zeitweise noch bei 74 Euro.
Der Grund für den Kursrutsch ist klar: Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Transportrouten für Öl weltweit. Wenn dort Tanker wieder ungehindert fahren können, sinkt die Angst vor Engpässen – und damit auch die Preise.