Erstmals seit 53 Jahren ist wieder eine Crew zu einer NASA-Mondmission aufgebrochen: Artemis II hat in der Nacht auf Donnerstag erfolgreich gestartet. Der rund zehn Tage dauernde Flug führt die Astronauten um den Mond und markiert einen wichtigen Schritt im Artemis-Programm.
Nach dem erfolgreichen Testflug von Artemis I im Jahr 2022 wird nun der nächste Schritt gesetzt. Artemis II soll die Grundlage für eine neue Mondlandung legen – die erste seit der Apollo-Mission 1972.
Auch österreichische Technologie spielt bei der Mission eine Rolle. Produkte des Wiener Unternehmens TTTECH sorgen dafür, dass die sicherheitskritische Datenkommunikation zwischen den Systemen zuverlässig funktioniert. Dabei geht es unter anderem um die Steuerung sowie die Lebenserhaltung an Bord der Raumkapsel.
Warum das entscheidend ist, liegt auf der Hand: Im All gibt es keine Reparaturmöglichkeiten. Systeme müssen daher so ausgelegt sein, dass sie über lange Zeit stabil arbeiten und extremen Bedingungen wie der Weltraumstrahlung standhalten. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Elektronik und Datenübertragung.
Die eingesetzten Technologien wurden in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sowie im Rahmen europäischer Raumfahrtprogramme entwickelt und getestet. Sie kommen nicht nur in der Orion-Kapsel, sondern auch in weiteren Projekten wie dem geplanten Lunar Gateway zum Einsatz – und zeigen, dass auch europäische und österreichische Beiträge eine Rolle bei der neuen Ära der bemannten Raumfahrt spielen.