50 statt 580 Euro

Österreicher bekommt weniger Geld, weil Ex arbeitet

Ein Alleinerzieher aus Wels erhält für seine beiden Kinder plötzlich nur noch 50 statt bisher 580 Euro Alimente. Auslöser ist der neue Job seiner Ex.
André Wilding
23.07.2026, 10:00
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Mit der Arbeitsaufnahme seiner Ex-Partnerin hätte Manfred F. (Name geändert) aus Wels eigentlich auf eine Entlastung gehofft. Stattdessen muss der 55-jährige Frühpensionist nun laut "Kronen Zeitung" mit deutlich weniger Geld für seine beiden Kinder auskommen.

Der Welser ist seit 2022 Alleinerzieher. Damals wurden die beiden gemeinsamen Kinder der Mutter behördlich abgenommen, nachdem sie nicht in die Schule geschickt worden waren. Für den Vater bedeutete das eine komplette Umstellung - und hohe zusätzliche Kosten.

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"Ich habe uns eine neue Wohnung suchen müssen, damit mein Sohn und meine Tochter eigene Zimmer haben. Schule und Lebensunterhalt kosten auch viel Geld", schildert der 55-Jährige im Gespräch mit der "Krone".

Staat sprang zunächst ein

Weil die Kindsmutter monatelang keine Alimente zahlte, übernahm zunächst der Staat die Unterhaltsvorschüsse. Manfred F. erhielt nach eigenen Angaben monatlich 580 Euro.

Doch mit dem neuen Job der Mutter änderte sich die Situation grundlegend. Sie arbeitet laut Bericht, allerdings nicht in Vollzeit. Da sich die Höhe der Alimente am Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen orientiert, erhält der Welser nun nur noch 50 Euro pro Monat, berichtet die Tageszeitung.

Keine Mindesthöhe vorgesehen

Bei der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich verweist man auf die geltenden gesetzlichen Regelungen. "Es ist eben so, dass der Staat nur dann einspringt, wenn nichts gezahlt wird und das auch maximal für fünf Jahre", heißt es auf Anfrage der "Krone". Außerdem gelte: "Alimente sind an das Nettogehalt gebunden".

Eine Mindesthöhe für Alimente gebe es nicht. "Die Alimente sind einfach an das Nettogehalt gebunden. Ist das sehr niedrig, bekommt man auch nur einen geringen Betrag", erklärt die Kinder- und Jugendhilfe in der "Krone" weiter.

Für Manfred F. ist das keine zufriedenstellende Lösung. Er kämpft deshalb weiter darum, jenes Geld zu erhalten, das seine Ex-Partnerin in der Vergangenheit nicht bezahlt hat. Obwohl die Mutter inzwischen wieder arbeitet, fällt die finanzielle Unterstützung für die beiden Kinder heute deutlich geringer aus als zuvor.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 23.07.2026, 10:00