In Kärnten ist eine Frau an der seltenen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) gestorben. Das Klinikum Klagenfurt bestätigte einen entsprechenden Bericht des ORF Kärnten. Die Erkrankung gilt als äußerst selten und verläuft immer tödlich.
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zählt zu den sogenannten transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE), einer Gruppe seltener Erkrankungen des Gehirns. Nach Angaben des deutschen Robert Koch-Instituts wird dabei die Funktion von Nervenzellen zunehmend beeinträchtigt, wodurch das Gehirn im Verlauf der Krankheit schwer geschädigt wird.
Als Auslöser gelten vermutlich krankhaft veränderte Eiweiße, sogenannte Prionen. Diese lagern sich in den Nervenzellen ab und bilden dort Ablagerungen. Dadurch wird die Funktion der Zellen gestört, bis es schließlich zum Zelltod kommt.
In Österreich werden laut Gesundheitsministerium durchschnittlich zehn bis 15 Fälle pro Jahr registriert. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend, die Dauer kann jedoch stark variieren und von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen.
Im weiteren Verlauf verlieren Betroffene zunehmend ihre geistigen Fähigkeiten. Hinzu kommen Bewegungsstörungen und schwere neurologische Ausfälle. Im Endstadium sind Erkrankte nicht mehr in der Lage, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten.
Eine wirksame Behandlung gibt es derzeit nicht. Die Krankheit endet laut Gesundheitsministerium immer tödlich.