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Österreichische Klima-Aktivisten in Genf inhaftiert

Rund 100 Aktivisten aus 17 Ländern ketteten sich am Dienstag an Privatflugzeuge. Dabei wurden auch zwei Österreicherinnen festgenommen.
Leo Stempfl
23.05.2023, 21:24
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Rund einhundert vorläufige Festnahmen gab es am Dienstag am Genfer Flughafen. Aktivisten aus 17 Ländern von Organisationen wie Greenpeace, Stay Grounded, Extinction Rebellion, Scientist Rebellion kamen zu einem Protest gegen Europas größte Verkaufsmesse für Privatjets, die jährliche European Business Aviation Convention & Exhibition (EBACE), zusammen.

Sie alle wurden festgenommen und befinden sich Dienstagabend noch in Polizeigewahrsam. Darunter sind laut Greenpeace auch eine Aktivistin aus Niederösterreich und eine aus der Steiermark. Es soll zum Einsatz von Pfefferspray und Verletzungen gekommen sein.

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Die Aktion im Video:

An Flugzeuge gekettet

"Eine einzigartige, europäische Koalition von 100 mutigen Aktivist:innen aus 17 Ländern hat heute die exzessive Champagnerparty einer superreichen Elite – Europas größte Verkaufsveranstaltung für Privatjets – empfindlich gestört. Ihre Forderung ist unmissverständlich, Privatfliegerei gehört in die Geschichtsbücher verbannt. Wir unterstützen die Aktivist:innen und fordern ihre sofortige Freilassung", so Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich.

Kurz nach der Eröffnung der Messe haben die Klima-Aktivisten das Gelände gestürmt, auf dem rund 50 Luxus-Privatflugzeuge ausgestellt sind. Sie haben sich an die Eingänge der ausgestellten Privatjets gekettet und mit Handbannern im Stil von Gesundheitswarnungen auf Zigarettenschachteln ein Verbot von Privatflugzeugen gefordert.

Der Protest richtete sich gegen die Privatjet-Industrie.
Greenpeace

Landebahn nicht betreten

Dabei hätten die Aktivisten jedoch zu keiner Zeit die Rollbahnen oder Start- und Landebahnen betreten oder überquert und lediglich die Zufahrtswege benutzt. Dies hätte in keiner Weise eine Beeinträchtigung der Sicherheit des Flugbetriebes zur Folge haben sollen.

Die Flughafenbehörden (Flugsicherung und Polizei) wurden von den Aktivisten sofort zu Beginn der friedlichen Aktion informiert, und sie standen in ständigem Kontakt, um jede gefährliche Situation oder Fehlinterpretation des Ausmaßes und des Zwecks der laufenden Aktion durch die Flughafenbehörden zu vermeiden, wird seitens Greenpeace versichert.