Österreichs Tourismus findet so langsam wieder in die Spur. Nach zwei Jahren Pandemie mit geschlossenen Herbergen, Gastronomie und strengen Maßnahmen ist erstmals ein positiver Trend absehbar. Das erste Hoch ist aber auch dahingehend zu erklären, dass das Niveau im Vergleichszeitraum äußerst gering war.
In der ersten Hälfte der Wintersaison 2021/22, also im Zeitraum von November 2021 bis Jänner 2022, kam es trotz zwischenzeitlichen Lockdowns und 2G-Regel zu 19,6 Millionen Nächtigungen. Im selben Zeitraum ein Jahr davor waren es um 17,03 Millionen weniger. Das Niveau von vor der Pandemie wurde jedoch klar verfehlt – on November 2019 bis Jänner 2020 gab es mehr als 59 Prozent mehr Nächtigungen.
Besonders die strengen Corona-Maßnahmen von vor zwei einem Jahr sind ein Indiz dafür, dass der Aufschwung mit Vorsicht zu genießen ist. Denn im Zeitraum von November 2020 bis zum ersten Monat des Folgejahres herrschten in Österreich massive Beschränkungen.
So war in dieser Zeit ein harter Lockdown in Kraft, der noch länger dauerte, als der zuletzt verkündete. Die Wintersaison 2020/ 21 fiel demnach beinah komplett aus. Gastronomie, Hotellerie und Ferienhäuser durften nur zur Beherbergung von Dienstreisenden genutzt werden – das betraf gerade einmal eine halbe Million Gäste. Im aktuellen Zeitraum checkten indes 4,8 Millionen Gäste ein.
Entscheidend für die Beantwortung Frage, ob man sich nun weiter am Vorkrisenniveau annähern kann, sind die Zahlen aus dem Februar. "Wie sich die Saison insgesamt entwickelt, hängt aber auch ganz entscheidend vom Februar ab, der aufgrund der Semesterferien traditionell der nächtigungsstärkste Monat im Winter ist“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Derzeit würden noch 14 Millionen Nächtigungen auf das Niveaus von der der Pandemie im Winter 2019/20 fehlen. Dabei könnte sich hier also noch etwas tun, vollständige Zahlen darüber werden in den nächsten Wochen publik werden.