Für die größte Überraschung im deutschen Skisprung-Kader sorgt die Berufung von Timon-Pascal Kahofer. Der 27-Jährige aus Wörgl verlässt nach zehn Jahren den österreichischen Skiverband und startet künftig für Deutschland.
Kahofer entschied sich allerdings nicht primär aus sportlichen Gründen für den Wechsel. "Meine Frau hat in Deutschland bessere berufliche Perspektiven. Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen umzuziehen", erklärte der Skispringer.
Der Verbandswechsel verlief relativ unkompliziert, da Kahofer als Sohn einer Deutschen die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. "Die Verbände waren sehr kooperativ und hilfsbereit", sagte der 27-Jährige.
Für Österreich absolvierte Kahofer insgesamt vier Weltcup-Springen und nahm zudem an der Skiflug-WM 2020 in Planica teil. Bei der Universiade 2023 in Lake Placid gewann er Gold mit dem Team sowie Bronze im Einzelbewerb.
Im deutschen Team trifft Kahofer nun auf einen bekannten Landsmann: Er wird Teil der Lehrgangsgruppe 1b, die von Ex-ÖSV-Coach Thomas Thurnbichler betreut wird. Der Tiroler ist dort für die Kontinentalcup-Gruppe verantwortlich.