Daniel Hemetsberger

ÖSV-Ass startet nach Sturz: "Hatte Arsch auf Grundeis"

Daniel Hemetsberger hat sich überwunden. Österreichs Abfahrts-Ass absolvierte nach seinem wilden Sturz das letzte Training auf der Stelvio.
Sport Heute
06.02.2026, 13:12
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Mit viel Tape im Gesicht wagte sich Hemetsberger am Freitag an den Start des dritten und letzten Trainingslaufes für die Olympia-Abfahrt am Samstag in Bormio. Hemetsberger bezwang die berüchtigte Stelvio, die ihn tags zuvor heftig abgeworfen hatte, der ÖSV-Läufer im Netz landete.

"Heute ist der Arsch auf Grundeis gewesen am Start, weil ich mir nicht sicher war, ob mein Fuß hält", erzählte Hemetsberger nach seine Trainingsfahrt erleichtert im Ziel. Er belegte Rang zwei, 1,68 Sekunden hinter James Crawford aus Kanada. Nur rund die Hälfte aller Fahrer hatte den dritten Trainingslauf in Angriff genommen. Für Hemetsberger hatte der aber essenzielle Bedeutung.

"Es war ein mulmiges Gefühl. Deshalb war die Fahrt so wichtig. Ich weiß: der Fuß hält", sagte der 34-Jährige, der sichtlich Respekt vor der ruppigen und eisigen Piste hatte. "Es ist gut gegangen. Ich kann morgen mit dem Bewusstsein oben stehen, dass alles hält", so Hemetsberger.

"Gestern Nachmittag, als ich im Bett gelegen bin, war mein Fuß nicht gut, jede Bewegung hat weh getan. Dann haben mir alle gut zugeredet, dann war ich therapieren", erzählte Hemetsberger, das half. "Mit dem Gefühl, mit dem ich heute am Start gestanden bin, wäre Rennfahren sinnlos gewesen. Dann hätte ich lieber gesagt: Luki, fahr du", so der ÖSV-Läufer. Hemetsberger hätte also Ersatzmann Lukas Feurstein ins Rennen geschickt.

Die Linienwahl und die Übung der Schlüsselstellen waren für Hemetsberger zweitrangig: "Es war eine Fahrt zum Körper austesten, es waren diverse Fehler dabei, ich war auch nicht überall in der Hocke, wo man sollte", so Hemetsberger. Trotzdem steht einem Start am Samstag nichts im Weg.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.02.2026, 17:06, 06.02.2026, 13:12
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