Nach einem Winter mit Höhen und Tiefen stellt sich Nina Ortlieb neu auf. Die 30-Jährige hat gemeinsam mit ihren Trainern entschieden, künftig in einer anderen ÖSV-Trainingsgruppe zu arbeiten.
"Nach der Vorsaison habe ich mich mit den Coaches zusammengesetzt. Dabei haben wir festgestellt, dass ich andere Bedürfnisse habe und mehr Riesentorlauftraining benötige", erklärt Ortlieb gegenüber der "Krone".
Die Abfahrts-Vizeweltmeisterin von 2023 wechselt deshalb in die von Martin Sprenger betreute WC3-Gruppe. Dort trainiert unter anderem auch Julia Scheib, die beste Riesentorläuferin der vergangenen Weltcup-Saison.
Von der Umstellung verspricht sich Ortlieb vor allem Fortschritte im Super-G. In dieser Disziplin hat sie bereits zwei Weltcupsiege gefeiert, im vergangenen Winter sprang allerdings nur ein Top-10-Ergebnis heraus. "Da wäre deutlich mehr möglich gewesen", meint die Vorarlbergerin.
Die technischen Fähigkeiten bringt Ortlieb jedenfalls mit. 2015 wurde sie Junioren-Weltmeisterin im Riesentorlauf. Nach ihrer Comeback-Saison und dem Podestplatz Ende Februar in Soldeu will sie nun wieder konstant an die Weltspitze heranrücken. Die Vorbereitung läuft bereits: Mitte August reiste Ortlieb mit ihren ÖSV-Kolleginnen ins Trainingslager nach Südamerika.