Zweimal Olympia-Gold, doch privat kommt Frida Karlsson einfach nicht zur Ruhe. Seit Jahren soll ein 66-Jähriger die schwedische Langlauf-Queen verfolgen und belästigen. Selbst ein gerichtlich verhängtes Kontaktverbot konnte den Mann offenbar nicht stoppen. Jetzt zieht Karlsson erneut vor Gericht.
Die Vorwürfe sind heftig: Zwischen Oktober 2023 und dem Frühjahr 2025 soll der Mann immer wieder versucht haben, die heute 27-Jährige zu erreichen. Rund 200 Anrufe werden ihm zugeschrieben. Auf seinem Handy sollen sich zudem mehr als 7.000 Fotos von Karlsson befunden haben.
Doch es blieb laut schwedischen Medien nicht bei Nachrichten und Anrufen. Der Mann soll Karlsson vor ihrer Wohnung in Östersund abgepasst und bei Trainingseinheiten aufgesucht haben. Sogar zu einem Trainingslager auf Teneriffa soll er ihr gefolgt sein.
Die Vorfälle hinterließen bei Karlsson Spuren. "Danach fühlte ich mich zu Hause nicht mehr sicher. Ich hatte danach ein völlig anderes Gefühl für mein Zuhause", schilderte sie laut "Göteborgs-Posten" vor dem Bezirksgericht Ångermanland.
Bei seiner Festnahme soll der 66-Jährige sogar davon ausgegangen sein, mit dem Langlauf-Star eine Liebesbeziehung zu führen.
Im April 2025 folgten Konsequenzen. Der Mann wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und musste Karlsson 40.000 schwedische Kronen – rund 3.650 Euro – Schadenersatz bezahlen. Zusätzlich wurde ein Kontaktverbot ausgesprochen.
Doch selbst damit war die Angelegenheit für die Olympiasiegerin offenbar nicht beendet. Der Mann soll gegen das Kontaktverbot verstoßen haben. Karlsson hat deshalb erneut Klage eingereicht.
"Es ist jetzt ein Jahr her, dass es wieder angefangen hat. Wir waren damals in einem Camp auf Teneriffa", erzählt ihre Mutter Mia Karlsson dem schwedischen "Expressen".
Sportlich könnte es für Karlsson kaum besser laufen. Bei den Olympischen Spielen holte sie zuletzt zweimal Gold. Privat kämpft sie dagegen weiter darum, endlich ihre Ruhe zu bekommen.