"Einmal zum Sport stehen..."

Politik soll liefern – ÖSV will Skihalle in Österreich

Unsere Ski-Asse müssen im Sommer für Schnee ins Ausland. ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher will das ändern – und fordert Unterstützung von der Politik.
Sport Heute
20.08.2026, 10:22
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Skifahren mitten im österreichischen Hitzesommer? Geht es nach ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher, soll das künftig möglich sein. Während die ersten Weltcup-Stars für ihr Schneetraining nach Chile reisen, fordert der 49-Jährige eine eigene Skihalle in Österreich – und bezeichnet diese sogar als "alternativlos".

"Wir brauchen in Österreich eine Skihalle für die nahe Zukunft. Wenn wir wollen, dass Skifahren ein Nationalsport bleibt und man im Spitzensport weiterhin erfolgreich sein will, dann ist das alternativlos. Da führt kein Weg daran vorbei", stellt Stecher gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" klar.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Hintergrund: Der ÖSV ist für Sommertrainings auf Schnee zunehmend vom Ausland abhängig. Unter Dach gibt es Möglichkeiten etwa in Wittenburg, Lettland oder Oslo. Gerade für Nachwuchsfahrer und Europacup-Athleten bedeuten diese Reisen zusätzlichen Aufwand.

Stecher fordert Hilfe vom Staat

Konkrete Pläne oder gar einen Standort für eine österreichische Skihalle gibt es bislang nicht. Für Stecher ist aber klar, dass der ÖSV ein derartiges Projekt nicht aus eigener Kraft stemmen kann.

"Der österreichische Skiverband kann das nicht alleine finanzieren. Ich weiß, dass es keine einfache Situation ist, dass man das seitens des Staates mitträgt. Aber es ist an der Zeit, dass man endlich einmal zum Sport steht und die Wertigkeit des Sports erkennt", nimmt der frühere Weltklasse-Kombinierer die Politik in die Pflicht.

Sport sei nicht nur für Medaillen entscheidend. "Er ist extrem wichtig für die Gesundheit und für die Entwicklung. Da sollte man von der Regierung her endlich die nächsten Schritte setzen."

Sorge um Österreichs Gletscher

Zusätzlichen Handlungsbedarf sieht Stecher wegen der immer schwierigeren Trainingsbedingungen auf den heimischen Gletschern. Steigende Temperaturen schränken die Möglichkeiten zunehmend ein.

"Es wird uns vor Augen geführt, wie abhängig wir von unseren Gletschern sind. Es muss sich jetzt etwas in eine gewisse Richtung entwickeln", warnt der ÖSV-Sportdirektor. Als weitere Alternative bringt Stecher Mattenpisten ins Spiel. Diese könnten vor allem jungen Talenten helfen, auch in schneefreien Monaten auf Skiern zu bleiben.

"Das ist nicht das Gleiche, wie im Winter zu fahren, aber es ist wichtig, dass du dabei und mit dem Gerät in Verbindung bleibst", erklärt Stecher. Für Österreichs Ski-Zukunft braucht es aus seiner Sicht aber mehr – am besten Schnee unter einem Dach.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.08.2026, 10:22