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ÖSV-Stars finden Olympia-Abfahrt "extremst geil"

Österreichs Ski-Stars weihten am Donnerstag die neue Abfahrtsstrecke von Peking ein. Trotz großer Verspätung zeigten sich die ÖSV-Läufer begeistert.
Sebastian Klein
03.02.2022, 10:02

Der Schweizer Stefan Rogentin erzielte im ersten Abfahrtstraining bei den Olympischen Winterspielen die Bestzeit. Der Schweizer verwies am Donnerstag den Spanier Adur Etxezarreta und den Südtiroler Christof Innerhofer auf die weiteren Plätze, seine Laufzeit auf der neuen Strecke Rock in Yanqing lag bei 1:44,00 Minuten. Bester und einziger Österreicher in den Top Ten war mit einem Rückstand von 0,53 Sek. Max Franz als Zehnter.

Allerdings wären sieben der schnellsten zehn Läufer – darunter die Top 4 – in einem regulären Rennen aufgrund eines Torfehlers disqualifiziert worden, womit die Bestzeit in der bereinigten Wertung an James Crawford (CAN/1:44,34) vor Aleksander Aamodt Kilde (NOR/1:44,41) und Franz ginge.

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Olympiawürdige Abfahrt

Testpilot war Österreichs doppelter Olympiasieger Matthias Mayer. Er ging mit der Nummer 1 auf die brandneue Strecke. Mit zwei Torfehlern ist seine Zeit beim stark vom Wind beeinträchtigten Training nicht ernst zu nehmen. Mayer: "Es war schon ein bisserl eine Ehre, aber ich hätte lieber etwas mehr gewusst, wie die Geschwindigkeit ist, wie die Sprünge so gehen. Es war halt ein bisserl eine Besichtigung", wird er in der "APA" zitiert.

Mayer weiter: "Es war mal wichtig, wie gewisse Passagen gehen, man muss es schon ein bisserl kennenlernen und wissen, wo man rum ist. Es ist Neuland für alle. Morgen werde ich natürlich ein bisserl ein Schäuferl dazulegen. Es ist eine lässige Abfahrt, sie taugt mir. Es ist alles drinnen, ein paar Hochgeschwindigkeitspassagen, wo man sicher zu den 140 km/h rankommen wird, es sind weite Sprünge, aber auch sehr technische Kurven."

Abfahrts-Weltmeister Vincent Kriechmayr spricht indes von einer "schönen" Strecke auf schwierigem Gelände. "Definitiv olympiawürdig, zu hundert Prozent. Es hat wirklich alles drinnen, was eine moderne Abfahrt braucht, ein Flachstück, blinde Tore, Wellen, Sprünge, Steilkurven, hängende Kurven. Es ist für den Athleten ständig was zu tun, man kann sich nie ausrasten. Wer da runter schnell ist, das werden wir in den nächsten Tagen sehen."

Daniel Hemetsberger, der wie Mayer und Kriechmayr sein Ticket im ÖSV-Quartett schon fix hat, schwärmt: "Die Strecke ist extremst geil, taugt mir wirklich. Was das Material betrifft, habe ich heute etwas probiert, eventuell morgen was anderes. Ich bin im Mittelteil ein paar Mal zu weit rumgefahren, wenn du das auf dem aggressiven Schnee tust, bekommst du eine Vollpanier."

Der vierte Startplatz ist noch offen. Franz fährt gegen Kollegen Otmar Striedinger, hat sich im ersten Versuch sogleich mit der Strecke angefreundet. 

ÖSV-Speedtrainer bestätigt, dass es sich um eine "olympiawürdige" Piste handle. Das Rennen steigt am Sonntag. Bis dahin gibt es noch zwei weitere Trainings.

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