Überraschender Rücktritt

ÖSV-Weltmeisterin hört mit nur 23 Jahren auf

Faustdicke Überraschung bei Österreichs Skisprung-Team. Sara Marita Kramer, Team-Weltmeisterin von 2021, beendete überraschend ihre Karriere.
Sport Heute
20.08.2025, 18:55
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
olympia live
olympia live

"Mir ist bewusst geworden, dass mich der Erfolg und der Alltag als Leistungssportlerin nicht mehr so erfüllen wie früher" – mit diesen Worten erklärte Kramer im Alter von gerade einmal 23 Jahren ihre aktive Karriere. Österreichs Skiverband gab den Rücktritt der Springerin bekannt. Die Top-Springerin erklärte, es sei "kein einfacher, aber für mich der richtige Schritt."

"Ich habe mich in letzter Zeit bewusst zurückgezogen, um mir genügend Raum zu geben, die letzten Jahre und Erlebnisse reflektieren zu können", so die ÖSV-Topspringerin. Ihr fehle nun "die Bereitschaft, mich mit voller Hingabe darauf einzulassen. Ich bin stolz darauf, auf mich und mein Gefühl zu hören, und ich möchte zeigen, dass es stark ist, eine bewusst Entscheidung für sich selbst zu treffen", erklärte Kramer weiter.

In der letzten Saison hatte Kramer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, litt an einer Gürtelrose. Zwar kämpfte sich die 23-Jährige wieder in den Leistungssport zurück, hatte die Olympischen Winterspiele 2026 in Norditalien als großes Ziel, zog nun aber völlig unerwartet den Schlussstrich.

Gesamtweltcup, WM-Gold, aber keine Olympia-Medaille

Kramer, in den Niederlanden geboren, gab im Februar 2017 ihr Weltcupdebüt, gewann seither 15 Weltcupspringen, landete insgesamt 23 Mal auf dem Stockerl. Hinzu kommen vier Siege in Teamspringen und ein Triumph im Mixed-Team. Die Salzburgerin gewann 2021/22 überlegen den Gesamtweltcup, wurde 2021 Weltmeisterin im Team und holte im gleichen Jahr WM-Bronze im Mixed.

Einzig der Olympia-Traum hatte sich nicht erfüllt. 2022 war sie eine der Topkandidatinnen auf Edelmetall, konnte aufgrund einer Covid-Infektion allerdings nicht zu den Spielen nach Peking reisen. "Es hat mich härter getroffen, als gedacht", gestand Kramer. Sie habe versucht, sich "wieder aufzuraffen". Nun meinte sie: "Es ist nicht das Ende der Geschichte, die ich mir als kleines Mädchen erträumt habe. Ziele und Träume können sich aber ändern."

"Es ist natürlich sehr schade, dass eine unserer erfolgreichsten Skispringerinnen ihre Karriere beendet. Sie hat mit ihren erst 23 Jahren bereits große Erfolge, wie den Sieg des Gesamtweltcups und 15 Weltcupsiege, feiern können. Für Sara stehen bei uns jederzeit alle Türen offen – wir wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute", verabschiedete Florian Liegl, Sportlicher Leiter der Skisprung-Sparte im ÖSV, die Salzburgerin.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.08.2025, 19:22, 20.08.2025, 18:55
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen