Star spricht über Druck

ÖSV‑Seriensieger gesteht: "Mir wurde es zu viel"

Am Freitag startet die neue Weltcup-Saison. Im Vorfeld lässt ÖSV-Star Daniel Tschofenig tief blicken und spricht über seinen Olympia-Traum.
Sport Heute
20.11.2025, 19:58
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ÖSV-Star offen wie nie! Daniel Tschofenig zählt längst zu den ganz Großen im Skisprungzirkus. Der ÖSV-Star räumte im vergangenen Winter fast alles ab, was es zum Abräumen gab  – gewann den Gesamtweltcup, die Vierschanzentournee, und wurde dafür als Österreichs "Sportler des Jahres" ausgezeichnet. Doch der Erfolg hatte für den "Überflieger" auch Schattenseiten. "So ehrlich muss ich sein: Es gab Momente, in denen ich dachte, dass es mir zu viel wird", gesteht der 23-Jährige offen.

Ob ihm deshalb die Rolle als Underdog lieber ist? "Als Jäger hast du keinen Druck, kannst attackieren und hast nichts zu verlieren. Aber als Gejagter weißt du zu dem Zeitpunkt, dass du viel richtig gemacht hast", so der ÖSV-Adler. Die Erfahrungen haben ihm sicherlich geholfen, acht Springen gewann Tschofenig in der letzten Saison. "Ich kann gewisse Dinge heute besser einordnen", führt der 23-Jährige aus.

Geholfen haben ihm dabei Gespräche mit seiner Mentaltrainerin. Er erkannte, "wie wichtig es ist, das große Ganze zu sehen", und hat deshalb im Laufe der Saison die "Brechstange" weggelegt. "Ich habe einen maßgeblichen Reifeprozess durchlebt", so Tschofenig. Im Fokus steht nicht mehr Detailarbeit, sondern Effizienz. "Sprungtechnisch bin ich noch lange nicht am Zenit angekommen. Aber mir ist bewusst, dass absoluter Perfektionismus einen nur versteift. Also: locker bleiben", erklärt der Red-Bull-Athlet.

Trotz des Erfolgs in der letzten Weltcup-Saison spürt der Kärntner keinen Druck, diesen wiederholen zu müssen. "Was ich erreicht habe, kann mir niemand mehr nehmen, aber das letzte Jahr ist Vergangenheit." Er wisse, dass die vergangene Saison "genial" war – aber auch "nicht die Norm." Das ausgerufene Ziel für den kommenden Winter: Ein Sieg bei den Olympischen Spielen. Sein Motto dafür: "Ich gehe voll auf Angriff."

Vor der neuen Weltcup-Saison, die am Freitag mit dem Mixed-Bewerb in Lillehammer startet, erlebte der ÖSV-Adler ein Déjà-vu. Schon im Vorjahr setzten ihn in der Sommervorbereitung Adduktorenprobleme mehrere Wochen außer Gefecht – und auch diesen Sommer schlug das Verletzungspech erneut zu: Muskelfaserriss.

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