Semmering springt ein

ÖSV-Heimrennen zu Weihnachten doch gerettet

Semmering statt Hochficht! Nach der Absage der geplanten Oberösterreich-Rückkehr springt der "Hausberg der Wiener" im Ski-Weltcup ein.
Sport Heute
20.11.2025, 14:08
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Der Ski-Weltcup bekommt doch noch sein traditionelles Weihnachts-Doppel in Niederösterreich: Der Riesenslalom am 27. Dezember und der Nachtslalom am 28. Dezember am Semmering sind offiziell bestätigt. Bemerkenswert spät – heute ist der 20. November, und erst jetzt steht fest, wo in rund fünf Wochen gefahren wird.

Auslöser war die Entscheidung in Lienz, heuer auszusetzen. Der Semmering übernimmt damit kurzfristig – zum zweiten Mal in Serie. Eigentlich hätte der Hochficht in Oberösterreich in einen Zwei-Jahres-Rhythmus einsteigen sollen. Doch das dortige Skigebiet sagte überraschend ab (siehe unten), was die Planung zusätzlich ins Wanken brachte.

Kurzfristiges Comeback am Hirschenkogel

In Niederösterreich ist man froh, dass das Rennen dennoch stattfindet. Die Aussagen aus der Landes-Pressestelle fallen wie gewohnt euphorisch aus, doch hinter der Bühne ist klar: Das OK-Team muss zum zweiten Jahr in Folge rund um Weihnachten einspringen.
Die freiwilligen Helfer und der Wintersportverein Semmering stehen damit unter Volllast – obwohl man eigentlich bereits auf den gewohnten Zwei-Jahres-Rhythmus zurückschalten wollte.

Technisch wird nachgerüstet: Die Flutlichtanlage wird modernisiert, damit der Nachtslalom am 28. Dezember wieder in gewohnter Kulisse steigen kann. Insgesamt ist es das 16. Weltcup-Rennen am südlichen Rand Niederösterreichs.

Hochficht-Aus brachte ÖSV in Bedrängnis

Dass das Semmering-Rennen erst jetzt fixiert wurde, hat auch mit dem Chaos der letzten Wochen zu tun. Der Hochficht – der eigentlich die Lienz-Rennen übernehmen sollte – machte plötzlich einen Rückzieher. Offizielle Begründung: Der Termin mitten in den Weihnachtsferien würde den Betrieb zu stark einschränken.

Video: Hat der Wintersport eine Zukunft

Beim oberösterreichischen Skiverband sorgte die Absage für Kopfschütteln. Verbandschef Klaus Kumpfmüller sprach von einer "riesigen Chance", die man leichtfertig verspielt habe. Auch Ex-ÖSV-Direktor Hans Pum warnte vor einem schlechten Eindruck gegenüber dem Weltverband FIS.

Das Programm:
Riesenslalom am 27. Dezember (10:00 / 13:00 Uhr)
Nachtslalom am 28. Dezember (14:15 / 17:45 Uhr)

Die Kulisse am "Zauberberg" gilt seit Jahren als stimmungsvoll – 13.000 Fans waren im Vorjahr vor Ort.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.11.2025, 15:11, 20.11.2025, 14:08
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