Neue Zahlen der Statistik Austria zeigen: Der Schuldenanteil Wiens an den Gesamtschulden aller Länder und Gemeinden ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen – von 17,7 Prozent im Jahr 2015 auf satte 25,8 Prozent im Jahr 2025. Damit entfällt inzwischen mehr als ein Viertel aller Schulden auf Wien.
Für Markus Figl, Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, ist klar: "Diese Entwicklung ist dramatisch und ein klarer Beleg dafür, dass Wien budgetpolitisch völlig aus dem Ruder läuft."
Während die Schuldenquote zuvor langsam anstieg, habe sich die Lage seit 2020 drastisch verschärft. Innerhalb nur eines Jahres – von 2024 auf 2025 – kletterte Wiens Anteil noch einmal von 24,3 auf 25,8 Prozent.
Figl sieht die Verantwortung bei der Stadtregierung aus SPÖ und Neos. Die oft genannte Erklärung, wonach die Abschaffung der kalten Progression durch den Bund die Misere ausgelöst habe, lässt er nicht gelten: "Diese Maßnahme hat alle Länder und Gemeinden gleichermaßen betroffen. Wenn Wiens Anteil trotzdem so stark steigt, liegt das Problem ganz offensichtlich bei den Ausgaben und nicht bei den Einnahmen."
Für den VP-Chef ist der eigentliche Befund eindeutig: Wien mache nicht nur mehr Schulden, sondern wachse bei der Verschuldung deutlich schneller als der Rest des Landes. "Die Stadt konsolidiert nicht, sie lebt immer weiter über ihre Verhältnisse", warnt Figl.
Er fordert: "Wien braucht endlich einen echten Kurswechsel in der Budgetpolitik, bevor aus dieser Schieflage ein dauerhafter Standortnachteil für die Stadt und eine Belastung für ganz Österreich wird."