Immer wieder stehen in Wien radikalisierte Teenager als IS-Anhänger vor Gericht. Vor kurzem gab es Wirbel um ein Islam-Zentrum der iranischen Mullahs in Wien-Floridsdorf. Was lange als Panikmache bezeichnet wurde, sei nun Realität, meint dazu Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp. Wien habe sich "zum europäischen Zentrum des radikalen politischen Islam entwickelt".
Nepp spart nicht mit Kritik an der Stadtregierung. "Während wir Freiheitliche konsequent vor dieser Entwicklung gewarnt haben, hat Bürgermeister Ludwig weggeschaut, verharmlost und jene Kräfte gestärkt, die unsere Werte ablehnen. Diese fatale Mischung aus falsch verstandener Toleranz und politischer Naivität hat Wien in eine brandgefährliche Lage gebracht."
Laut Nepp gehe es längst nicht mehr um Integration. Vielmehr sehe man "den Versuch, eine islamistische Parallelgesellschaft zu etablieren, die nach eigenen Regeln lebt – abgeschottet, ideologisch gefestigt und zunehmend selbstbewusst in ihrem Anspruch". Wer weiterhin von Einzelfällen spreche, "verschließt bewusst die Augen vor der Realität".
Auch die politische Verantwortung sieht der FPÖ-Politiker klar geregelt: "Wien droht, zu einem Experimentierfeld für radikale Ideologien zu werden, während die Stadtregierung untätig bleibt. Ludwig trägt für diese Entwicklung die politische Verantwortung."
Nepp fordert ein sofortiges Umdenken und ein hartes Vorgehen gegen den politischen Islam. Konkret nennt er Maßnahmen wie konsequente Abschiebungen straffällig gewordener. Zudem verlangt er "regelmäßige Kontrollen von islamischen Zentren".