Parteiausschlüsse, Rücktritte: Nach politischen Turbulenzen in den vergangenen Monaten fand am Sonntag die Neuwahl in Neunkirchen statt – und die Wahl wurde zu einer Zitterpartie, die ÖVP konnte knapp den ersten Platz verteidigen, auf Platz zwei landete die SPÖ, dritter Platz: die FPÖ.
Die Ausgangslage: Fast 9.700 Menschen waren am Sonntag in Neunkirchen wahlberechtigt.
Die ÖVP-Liste kam bei der letzten Gemeinderatswahl 2025 auf 35,24 Prozent. Auf dem zweiten Platz landete die "Liste Günther Kautz - Team SPÖ" damals mit 32,45 Prozent. Dahinter folgten die "Liste Freiheitliche Partei Österreichs" mit 23,13 Prozent und "Die Grünen Neunkirchen" mit 9,18 Prozent.
Mit ÖVP, SPÖ, FPÖ, den Grünen und "Wir für Neunkirchen" (neue hellblaue Liste mit den ausgeschlossenen FPÖ-Mitstreitern) gingen am Sonntag, 31. Mai 2026, bei der Neuwahl fünf Listen ins Rennen.
Rückblick: Im Oktober 2025 wurden sieben FPÖ-Mandatare aus der Partei ausgeschlossen, weil diese als Koalitionspartner der ÖVP den harten Budget-Sparplan mitgetragen hatten. Im November trat die damalige ÖVP-Bürgermeisterin aus gesundheitlichen Gründen zurück. Am 1. Dezember legten die Mandatere der SPÖ und der Grünen ihre Gemeinderatsmandate zurück – eine Neuwahl musste her.
ÖVP und FPÖ lieferten sich im Wahlkampf harte Duelle – die Freiheitlichen wollten unbedingt einen "Systemwechsel" für die Bezirkshauptstadt erreichen.
Nun also das Ergebnis vom Sonntag, 31. Mai: Die ÖVP siegt in einem knappen Rennen vor der SPÖ, Platz drei ging an die FPÖ.
Das Ergebnis im Detail: Die Grünen: 8,78 %, "Wir für Neunkirchen" 8,96 %, FPÖ 19,12 %, die SPÖ 31,45 % und die ÖVP 31,69 %.
"Unser Wahlziel war als Erster durchs Ziel zu gehen, das haben wir geschafft. Selbstverständlich bin ich zufrieden", so Bürgermeister Peter Teix (ÖVP) in seinem ersten Statement kurz nachdem er das Ergebnis bekannt gegeben hatte.
"Die FPÖ ist weiterhin eine starke, politische Kraft in der Bezirkshauptstadt, obwohl die Ausgangslage alles andere als leicht war", sagte Helmut Fiedler, Spitzenkandidat der FPÖ.