ÖFB-Legionär muss trotz Corona-Krise weiterspielen

Darko Bodul spielte zwischen 2011 und 2013 für Sturm. 2015 kehrte er für kurze Zeit in die Bundesliga zurück, kickte für Altach.
Darko Bodul spielte zwischen 2011 und 2013 für Sturm. 2015 kehrte er für kurze Zeit in die Bundesliga zurück, kickte für Altach.Bild: picturedesk.com
Die Fußball-Welt steht in der Corona-Krise still. Mit wenigen Ausnahmen. Eine davon bildet Weißrussland, wo ÖFB-Legionär Darko Bodul zum Weiterspielen gezwungen ist.
Die internationalen Top-Ligen stehen im Fußball still. Die Coronavirus-Pandemie lähmt den Sport. Umso merkwürdiger, dass Weißrussland die weltweite Krise kalt zu lassen scheint.

Dort rollt weiter der Fußball. ÖFB-Legionär Darko Bodul, in Sarajevo geboren, zur "Krone": "Schockierend!" Der ehemalige Sturm-Graz-Kicker wechselte im Februar 2019 zu Shakthjor Soligorsk. Die Saison wurde ohne Corona-Einschränkungen begonnen.

Vergangene Woche setzte es eine 0:1-Niederlage gegen Torpedo Zhodino. Während große Teile der Welt das Haus nicht mehr verlassen, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 einzudämmen, verschließt Weißrussland die Augen vor der Krise.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.Bodul: "Als wir hörten, dass die Liga startet, war es ein harter Schlag. Es ist schockierend. Wir Spieler und alle Menschen, die in Weißrussland die Nachrichten verfolgen, wissen, was in Europa los ist. Aber wir können es nicht ändern."

Staatschef Alexander Lukaschenko nimmt das Virus nicht ernst, spricht von einer Psychose der zivilisierten Welt. Bodul: "Er spielt gerne den Big Boss. Aber die Leute nehmen diese Aussagen zum Glück nicht ernst. Es sind auch ohne Maßnahmen der Regierung viel weniger Menschen als sonst unterwegs. Alte sehe ich überhaupt keine mehr."

Der 31-Jährige rechnet damit, seine Frau und seinen Sohn lange nicht sehen zu können. Sie leben in Amsterdam. "Das ist sehr hart für mich." Er kann sie nicht besuchen.







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