Ogris: "Es braucht keine Extramotivation"

Bild: GEPA pictures/ Mathias Mandl

Nach dem ersten Liga-Sieg unter dem Interimscoach Andreas Ogris geht es für die Wiener Austria um den zweiten Erfolg in Serie. Am Samstag empfangen die Veilchen mit Sturm Graz ein Team, das sich im "Kampf um Europa" keinen Ausrutscher leisten darf.

Nach dem .

Am Verteilerkreis will man in der nächsten Saison nach Europa. Für den nötigen Cup-Sieg soll jetzt in der Liga geschuftet werden: "Ich glaube, dass jeder Sieg viel Selbstvertrauen bringt, für das Teamgefüge gut wäre. Das wäre auch ein Zeichen für unseren Gegner." Mit Sturm und Rapid nächsten Sonntag geht es gegen zwei Top-Teams der Liga:"Du kannst zeigen, dass du dich mit diesen Gegnern auf Augenhöhe bewegst und dass du dich mit diesen Mannschaften messen kannst.  Ich glaube nicht, dass es da einer zusätzlichen Motivation bedarf."

Für den Austria-Coach ist klar, was die Fans von der Austria in einem Heimspiel erwarten: "Wir wollen Sturm unser Spiel aufzwingen. Mit Sturm kommt ein sehr kompakter Gegner in die Generali Arena. Wir wissen aber auch um die Schwächen von Sturm." Die letzten beiden Duelle gegen die Grazer, die mit 0:3 daheim und unglücklich in der 95. Minute 1:2 in der UPC-Arena verloren gingen, sind kein Thema mehr am Verteilerkreis: "Mich interessiert nicht, was passiert ist. Mich interessiert die Gegenwart und die Zukunft."

Zuletzt wirkten die Veilchen aufgrund der Cup-Strapazen müde, Alex Grünwald sprach nach dem Wiener Neustadt-Erfolg von schweren Beinen. In der letzten Trainingswoche wurde großes Augenmerk auf die Regeneration gelegt: "Die Mannschaft wirkt fit. Sie wird zu 100 Prozent bei Kräften sein." Die Taktik, die zum Cup-Erfolg und dem Einzug in den Europacup führen soll, wird jedenfalls noch nicht getestet. "Nein, wir wollen gar nicht so spielen." 

Offensive Heim-Taktik

In Heimspielen will der Austria-Coach sein Team weiter offensiv ausrichten. Das geht auf Kosten der Defensive. Im Frühjahr konnten die Violetten in der Liga noch kein Spiel ohne Gegentreffer absolvieren. "Die Spielanlage ist mit einer gewissen Gefahr verbunden. Aber es reicht, wenn wir ein Tor mehr schießen als der Gegner. Am Ende zählen nur die drei Punkte." In der Abwehr sieht Ogris trotzdem Fortschritte: "Ich glaube schon, dass man erkennen kann, dass wir stabiler geworden sind. Auch wenn wir uns das eine oder andere Tor selbst geschossen haben."

Ausfälle als Vorteil

Die zahlreichen Ausfälle bei den Grazern sieht Ogris nicht als Nachteil: "Es ist kein unangenehmer Punkt, dass ihnen mit Michi Madl der Abwehrchef ausfällt. Dass der Hadzic gesperrt ist, dass der Kienast Roman, der zuletzt oft getroffen hat, ausfällt. Das sind Punkte, die für uns nicht unerheblich sind." Doch sofort kommt die Warnung des 50-Jährigen: "Ich glaube, dass Sturm einen qualitativ großen Kader hat, der die Ausfälle auffangen kann. Sie werden sich nicht anders präsentieren als mit diesen Spielern."

Vor dem Schlager gegen Sturm plagen den 50-Jährigen Verletzungssorgen. Neben den Langzeit-Verletzten Larsen und Ronivaldo werden dder erkrankte Heinz Lindner genauso wie der rekonvaleszente Philipp Zulechner ausfallen. Hinter dem Einsatz von Mario Leitgeb im defensiven Mittelfeld steht ein Fragezeichen. Die Langzeitverletzten werden in dieser Saison keine Rolle mehr spielen: "Wir sind froh, dass wir den Ronivaldo wieder im Mannschaftstraining bewundern können, aber ein Einsatz in der Saison wird sich nicht mehr ausgehen."

Was passiert mit Zulechner?

Was mit dem aus Freiburg ausgeliehenen Zulechner über die Saison hinaus passiert, sollen weitere Einsätze klären, auch im zweiten Team: "Wir werden ihm vielleicht auch über die Schiene Amateure ein Spiel zukommen lassen, dass er Matchpraxis bekommt. Wir wollen auch schauen, dass er noch zu der einen oder anderen Partie in der Kampfmannschaft kommt." 

Zulechners möglicher Ersatz am Verteilerkreis könnte der nigerianische Stürmer Olarenwaju Kayode sein. Ogris selbst interessiert die Zukunftsmusik der nächsten Saison diesbezüglich allerdings nicht: "Ich glaube, dass es beim Klub genug Leute gibt, die sich den anschauen können." 

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