Die niederländische Short-Track-Frauenstaffel hat sensationell Bronze geholt. Und das, obwohl die als Mitfavoritinnen gehandelten Holländerinnen im Finallauf gar nicht antraten. Möglich macht es das Reglement.
Das Oranje-Team hatte es bloß ins "Kleine" Finale geschafft. Dort allerdings groß aufgetrumpft. Mit Star Jorien ter Mors liefen sie die Weltrekordzeit von 4:03,471.
Strafen im Finale
Dann wurde es im Finale so richtig kurios. Gold ging unangefochten an Südkorea, Silber an Italien. Doch China und Kanada – die den Lauf komplettierten – wurden nach dem Rennen disqualifiziert.
Im Short Track werden die Läufe nach dem Ende auf Fouls mittels Videobeweis untersucht. Dabei kassierten das chinesische und kanadische Team eine Strafe für Behinderung.
Damit gelang Ter Mors eine historische Bronzemedaille. Die Niederländerin ist die erste Sportlerin, die bei denselben Olympischen Spielen zwei Medaillen in unterschiedlichen Sportarten holt. Zuvor hatte sie Gold über 1.000 Meter im Eisschnelllaufen geholt. Super-G-Siegerin Ester Ledecka kann mit einer Medaille im Snowboard-Parallelbewerb nachlegen. (wem)