Omikron-Höhepunkt steht erst bevor: Darum wird geöffnet

Die Corona-Infektionszahlen befinden sich derzeit immer noch auf hohem Niveau.
Die Corona-Infektionszahlen befinden sich derzeit immer noch auf hohem Niveau.PIXSELL / EXPA / picturedesk.com
Österreich hebt ab 5. März fast alle Corona-Maßnahmen auf. Der Höhepunkt der Omikron-Welle scheint aber noch gar nicht erreicht.

Die Regierung verkündete am Mittwoch weitgehende Öffnungsschritte. Ab 5. März sollen fast alle Corona-Maßnahmen fallen. Einzig die FFP2-Maskenpflicht bleibt in Supermärkten, Apotheken und öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten.

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Der Grüne Pass wird stillgelegt, auch die Nachtgastronomie öffnet wieder. Nur in der Bundeshauptstadt Wien hält an strengeren Regeln fest.

Die Pandemie ist noch nicht vorbei, derzeit befinden sich die Infektionszahlen immer noch auf sehr hohem Niveau. So wurden 38.256 Neuinfektionen und 44 Todesfälle vermeldet.

BA.2-Welle baut sich im Hintergrund auf

Laut Experten ist der Omikron-Höhepunkt noch nicht erreicht, denn eine Welle mit der Subvariante BA.2 baut sich im Hintergrund gerade auf, berichtet "orf.at". Laut GECKO-Mitgliedern gehen mehr als 20 Prozent aller Fälle in Österreich aktuell auf die noch einmal ansteckendere Subvariante BA.2 zurück. Und der Anteil wird immer größer, wie Abwasseruntersuchungen in Kläranlagen und die Analysen von PCR-Proben zeigen.

Schon nächste Woche könnte die Variante dominant werden, meint der Molekularbiologen Andreas Bergthaler von der Medizinischen Uni Wien. Das bedeutet, auch wenn die Infektionszahlen aktuell etwas sinken, ist der Peak der aktuellen Welle noch nicht überschritten, erläutert der Komplexitätsforscher Niki Popper von der Technischen Uni Wien gegenüber "orf.at": "Wir haben sozusagen eine neue Welle. Diese baut sich im Hintergrund neu auf und kommt wieder dazu. Das führt jetzt zu keinen dramatischen Dingen in den Krankenhäusern im Moment. Es führt einfach zu einer Verlängerung der sehr hohen Positivtestung."

Abflachen der Welle erst im März

Laut derzeitigem Forschungsstand führt BA.2 weder zu schwereren Verläufen, noch gibt es Anzeichen, dass Geimpfte schlechter geschützt wären. Dennoch ist die Ausbreitung der Variante mit vielen Krankenständen und Quarantänebescheiden verbunden.

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Ein deutliches Abflachen der Kurve wird erst in der ersten Märzhälfte erwartet. Die Lockerungen wurden von der GECKO-Kommission auch für den März empfohlen.

Man sehe keine "rasanten Anstiege", wie Bundeskanzler Karl Nehammer am Mittwoch bei der Pressekonferenz betonte. Auch ist laut einem GECKO-Bericht "durch Lockerungen kein signifikanter Einfluss auf das Infektionsgeschehen und die Belastung von ICUs zu erwarten."

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