Im Finanzskandal um das Österreichische Olympische Komitee (4,64 Millionen Euro verschwanden) sickern neue Details durch. Wie das profil berichtet, schaffte Ex-Generalsekretär Heinz Jungwirth auf Kosten des ÖOC einen Luxus-Lkw an. Kostenpunkt: 300.000 Euro. Transportiert wurden damit seine Reitpferde.
Der braune Lkw der Marke MAN parkte oft vor Jungwirths Domizil (Top-Immobilie mit bis zu zehn Luxus-Karossen vor der Tür, mehrere Pferdekoppeln, 1500 m2 großer Stall) im Ort Grabern in Niederösterreich.
Allein das Lkw-Fahrgestell mit Motor kostet mehr als 100.000 Euro. Doch Jungwirth (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) gab bei der holländischen Firma Roelofsen eine Sonderanfertigung in Auftrag. Preis: 250.000 Euro. Der luxuriöse Pferdetransporter spielt dafür alle Stückerl: Wohnabteil samt Küchenblock, Dusche und Satelliten-TV-Empfänger, dahinter Platz für bis zu vier edle Turnierpferde. Beim Ankauf im Jahr 2004 musste Jungwirth seine kolportierte Jahresgage von 250.000 Euro nicht antasten. Bestellt und bezahlt wurde der Lastwagen vom ÖOC. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.