Was vor Kurzem noch undenkbar schien, ist nun Realität: OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat eine Zusammenarbeit mit dem Pentagon öffentlich gemacht. Die Vereinbarung erlaubt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in geheimen militärischen Umgebungen.
CEO Sam Altman betont zwar, dass das US-Militär die Technologie nicht zum Bau autonomer Waffen nutzen dürfe. Doch Kritiker bezweifeln, dass diese Einschränkungen tatsächlich greifen - die Richtlinien des Militärs gelten als äußerst großzügig.
Laut t3n.de gibt es drei konkrete Einsatzbereiche für OpenAIs KI beim Militär: Erstens könnten Analysten die KI nutzen, um potenzielle Ziele zu analysieren und zu priorisieren. Die KI würde dabei Texte, Bilder und Videos auswerten.
Zweitens arbeitet OpenAI mit dem Rüstungsunternehmen Anduril zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Systeme zur Drohnenabwehr, die feindliche Drohnen schneller erkennen und abschießen sollen.
Drittens wird OpenAI auf der Militärplattform GenAI.mil eingesetzt. Dort soll die KI bei administrativen Aufgaben helfen - etwa beim Erstellen von Strategiepapieren und Verträgen.
Die Kehrtwende von OpenAI ist bemerkenswert. Noch vor wenigen Jahren hätte das Unternehmen solche Militärverträge strikt abgelehnt. Ob es um Geld geht oder um den Wettbewerb mit China - das bleibt offen.
Klar ist: Die USA setzen zunehmend auf KI in der Kriegsführung. Erst kürzlich erhielt Anduril einen Auftrag über 20 Milliarden US-Dollar von der US-Armee.