Massenentlassung

Oracle feuert bis zu 30.000 per E-Mail

Oracle startet den größten Stellenabbau seiner Geschichte. Mitarbeiter erfuhren um 6 Uhr früh per E-Mail von ihrer Kündigung.
Technik Heute
03.04.2026, 11:07
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Am Dienstag begann Oracle mit Massenentlassungen, die bis zu 30.000 Beschäftigte treffen könnten. Mitarbeiter in den USA, Indien, Kanada, Mexiko und Uruguay erhielten um 6 Uhr morgens Kündigungs-E-Mails - ohne Vorwarnung durch HR oder Vorgesetzte.

Gleichzeitig wurde der Zugang zu Firmensystemen wie Slack, Zoom, VPN und Zutrittskarten gesperrt. In der E-Mail hieß es: "Nach sorgfältiger Abwägung der aktuellen geschäftlichen Erfordernisse von Oracle haben wir die Entscheidung getroffen, Ihre Position im Rahmen einer umfassenderen organisatorischen Umstrukturierung zu streichen."

Laut computerwoche.de handelt es sich um den größten Stellenabbau in der Unternehmensgeschichte. Oracle beschäftigt rund 162.000 Vollzeitmitarbeiter. Am stärksten betroffen sind die Bereiche Revenue and Health Sciences sowie SaaS and Virtual Operations Services - jeweils mit mindestens 30 Prozent Personalabbau.

Milliarden für KI-Umbau

Hintergrund ist eine strategische Neuausrichtung des Konzerns. Oracle hat bereits im März einen Restrukturierungsplan über 2,1 Milliarden Dollar offengelegt. Das Unternehmen richtet sich auf Cloud-Infrastruktur und KI-Kapazitäten aus, weg vom klassischen Software-Geschäft hin zu Rechenzentren und Chips.

Die Betroffenen reagierten teils empört. Ein Mitarbeiter mit 26 Jahren Betriebszugehörigkeit schrieb auf Reddit: "Dass sie sich nicht einmal die Mühe für einen Anruf gemacht haben, ist widerlich, feige und einfach hässlich." Auch auf der Plattform Blind berichtete ein Mitarbeiter: "Keine Vorwarnung, kein Anruf von HR, keine Einbeziehung des Managers. Nur eine E-Mail."

Analysten erwarten, dass die Entlassungen einen Cashflow von acht bis zehn Milliarden Dollar generieren könnten. Oracle hat 2026 bereits rund 50 Milliarden Dollar Schulden aufgenommen, um Infrastrukturinvestitionen von 156 Milliarden Dollar zu finanzieren.

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