IT-Branche

Oracle streicht tausende Jobs wegen KI

Der US-Softwarekonzern Oracle hat eine massive Entlassungswelle gestartet. Hintergrund sind hohe Ausgaben für Künstliche Intelligenz.
Technik Heute
02.04.2026, 13:07
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Anfang März 2026 kamen Gerüchte auf, dass der Softwareriese Oracle Tausende Mitarbeiter entlassen könnte. Seit dem 31. März setzt das Unternehmen diese Pläne nun offenbar um.

Betroffen sind Arbeitnehmer in verschiedenen Regionen und Unternehmensbereichen - unter anderem Oracle Health, Sales, Cloud, Kundenerfolg und NetSuite. Der genaue Umfang der Entlassungen ist noch unklar, soll aber in die Tausende gehen.

Sofortige Kündigung per E-Mail

Laut heise.de erfolgt die Kündigung unter Berufung auf Business Insider mit sofortiger Wirkung. Betroffene Mitarbeiter erhalten eine E-Mail, in der ihnen mitgeteilt wird, dass sie aufgrund von Organisationsumbauten entlassen werden. Nach Unterzeichnung der Kündigungsunterlagen haben sie Anspruch auf eine Abfindung.

Außerdem sollen die Ex-Mitarbeiter eine private E-Mail-Adresse angeben. Das Unternehmen kündigt in der E-Mail an, die Zugänge zu Computern, E-Mail, Anrufbeantworter und Dateien in Kürze zu sperren.

Milliarden für KI-Rechenzentren

Hintergrund der Entlassungen sind massive Investitionen in KI-Infrastruktur. Oracle hat zuletzt Milliarden in den Ausbau von Rechenzentren gesteckt. Um diese zu finanzieren, hat der Konzern erhebliche Schulden aufgenommen.

Die Aktienkurse des Unternehmens waren seit September 2025 auf etwa die Hälfte gefallen. Die Ankündigung der Entlassungen sorgte jedoch wieder für einen leichten Anstieg.

Trotzdem Umsatzwachstum

Trotz der Sparmaßnahmen konnte Oracle Anfang März ein Umsatzwachstum vermelden. Das Geschäft mit Cloud-Infrastruktur wuchs um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar.

Im Mai 2025 hatte Oracle noch rund 162.000 Angestellte. An der Wall Street wird bis 2030 ein negativer Cashflow prognostiziert - erst dann sollen sich die massiven KI-Investitionen auszahlen.

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