80 Jahre 48er

Orange Power – Wiens Müllhelden feiern Jubiläum

Müllaufleger, Straßenkehrer, Lenker, WasteWatcher: Die MA48 packt's an – und das seit 80 Jahren. Heuer feiert die Abteilung Jubiläum.
Wien Heute
02.03.2026, 16:17
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Sauberkeit made in Wien: Die Wiener Magistratsabteilung 48 feiert heuer 80 Jahre im Dienst der Stadt. Was 1946 mit dem Aufräumen von Kriegstrümmern begann, ist heute Hightech-Abfallwirtschaft, Straßenreinigung, Mistplätze, Biogasanlage, WasteWatcher und mehr. Rund 3.100 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Wien sauber bleibt.

"Das Erfolgsmodell für ein sauberes, lebenswertes Wien ist seit damals Teamarbeit, Flexibilität und Innovation. Bis heute leisten die rund 3.100 48er-Mitarbeiterinnen einen wesentlichen Beitrag für eine saubere Stadt und damit für hohe Lebensqualität. Sauberkeit, gutes Abfallmanagement und Sicherheit gehen dabei Hand in Hand", sagt Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Vom "Mistbuam" zum Stadthelden

Auch Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) lobt die Leistungen: "Diese intelligente und klimafreundliche Abfallwirtschaft spart in Wien jährlich rund 330.000 Tonnen CO2 ein, das kann sich sehen lassen."

Früher als unsichtbare "Mistbuam" belächelt, prägen die 48er heute das Stadtbild – orange Uniformen, moderne Fahrzeuge, Straßenkehrer, WasteWatcher, Abschleppdienst, Fundservice und mehr. Abteilungsleiter Josef Thon sagt: "Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stolz, bei der 48er zu arbeiten. Und ohne das Mittun der Wienerinnen und Wiener ginge ohnehin nichts. Danke für die gemeinsame Arbeit beim Mülltrennen und bei der Sauberkeit!"

Vom Kriegsmüll zur Kreislaufwirtschaft

Gegründet wurde die MA 48 am 1. März 1946 unter Bürgermeister Theodor Körner. Damals lagen rund 850.000 Kubikmeter Kriegsschutt und 200.000 Kubikmeter Mist auf den Straßen, elf Fahrzeuge standen zur Verfügung, die meisten Werkstätten waren beschädigt – Improvisation war gefragt.

Heute deckt die Abteilung das komplette Abfallmanagement Wiens ab: von Müll- und Altstoffsammlung über Recycling, Kompostierung und thermische Verwertung bis zu Mistplätzen, Biogasanlagen und öffentlichen WC-Anlagen.

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