Jetzt wird wieder gebaut: Unter dem Motto "Netz erst recht!" werden heuer 12,5 Kilometer Straßenbahngleise und 33 neue Weichen in ganz Wien erneuert. Statt kleiner Flickarbeiten setzen die Wiener Linien diesmal auf großflächige Sanierungen – die ersten Arbeiten beginnen am Dienstag, Fahrgäste müssen sich auf Kurzführungen, Umleitungen und längere Fahrzeiten einstellen.
Die erste Baustelle startet am Dienstag (3.3.) auf der Simmeringer Hauptstraße in Wien-Simmering. Kurz darauf rücken die Bautrupps der Wiener Linien auf der Lerchenfelder Straße und in der Quellenstraße an. Die Großbaustelle auf der Dornbacher Straße und der Hernalser Hauptstraße (Wien-Hernals) läuft ab April in mehreren Etappen. Auch am Aumannplatz (Wien-Währing) wird umgebaut, die Öffi-Infrastruktur modernisiert.
Nicht nur die Straßenbahnen sind von Modernisierungsarbeiten betroffen: Im 83 Kilometer langen U-Bahn-Netz stehen ebenfalls Arbeiten an. In den Osterferien fährt die U6 nicht zwischen Jägerstraße und Währinger Straße-Volksoper. Als Alternative steht die Linie 12 bereit.
Im Sommer wird dann weitergebaut – etwa am Universitätsring in der City, bei der Kreuzung Spitalgasse/Währinger Straße und auf der Floridsdorfer Brücke. Auch die Linien U3 und U4 bekommen ab Juli 2026 abschnittsweise neue Gleise.
Mit ihrer Offensive "Netz erst recht!" stemmen die Wiener Linien jährlich rund 100 Baustellen, nur etwa ein Viertel davon beeinflusst den Betrieb. Bei Einschränkungen werden Intervalle verdichtet, größere Fahrzeuge eingesetzt und Linien so umgeleitet, dass das Öffi-Netz möglichst dicht bleibt. Auch Sharing-Angebote wie WienMobil-Rad werden verstärkt.
Die Wiener Linien raten ihren Fahrgästen, mehr Zeit einzuplanen. Infos zu allen Baustellen und Ausweichrouten gibt es online und in der WienMobil-App.