Österreich-News

ORF ändert Programm schon wieder – das steckt dahinter

Die Ukraine-Krise geht auch am ORF nicht nur spurlos vorüber. Der Sender setzt seinen Schwerpunkt am Mittwoch fort - diesmal auf ORF III.
Nikolaus Pichler
23.02.2022, 14:16

Die Ereignisse im Zuge der Ukraine-Krise überschlagen sich aktuell. Nach der Putin-Rede am Montag im Staatsfernsehen und der Truppen-Entsendung machen am Mittwoch Berichte über die Einberufung von Reservisten in der Ukraine die Rede. Der ORF reagierte am Dienstag bereits mit mit einer Änderung seines Programms. Am Mittwoch setzt der Sender seinen Schwerpunkt fort. 

Am Mittwoch zeigt ORF III aus aktuellem Anlass ab 20.15 Uhr einen dreiteiligen Themenabend im Zeichen des Ukraine-Konflikts. Eingeläutet wird der Schwerpunktabend mit einer Sondersendung zur Prime-Time, moderiert von Reiner Reitsamer. Gemeinsam mit Experten gibt Reitsamer einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.

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ORF zeigt Putin-Doku

Anschließend folgt ein Doku-Doppel, beginnend mit "Wladimir Putin – Rückkehr des russischen Bären" (21.05 Uhr). Der Film beleuchtet die Entwicklung der russischen Außenpolitik unter Präsident Putin und zeichnet seine strategischen Ziele nach: Russland soll international wieder eine zentrale Rolle spielen – respektiert und militärisch gefürchtet von den Weltmächten. Um 22.00 Uhr folgt "Russland: Wie Putin die Geschichte sehen will". "Mehr als 30 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion versucht die Regierung unter Putin mit aller Kraft ihre Macht zu festigen, indem sie an die vergangene Stärke und die militärische Macht erinnert. Zentral ist das Bemühen, das alte Imperium wiederherzustellen und die Einflusssphäre auf die Ukraine auszuweiten. Diese Rhetorik stützt sich auf die Armee und das Konzept eines bedrohten Heimatlandes, das um jeden Preis verteidigt werden müsse", heißt es im Teaser zur Doku. 

Parlament erleichtert Waffeneinsatz für Zivilisten

Das ukrainische Parlament stimmte am Mittwoch zudem in erster Lesung einer Gesetzesänderung zu, die den Waffeneinsatz für Zivilisten zur Selbstverteidigung erleichtern soll. Die abschließende zweite Lesung könnte schon bald folgen.Die ukrainische Regierung rief zugleich alle Landsleute dazu auf, Russland zu verlassen. Das Außenministerium in Kiew veröffentlicht einen entsprechenden Hinweis, nach dem auch vor Reisen nach Russland gewarnt wird.

Im Konfliktgebiet selbst haben internationale Beobachter unterdessen erneut mehr als 1.000 Explosionen registriert. Besonders betroffen war nach einem Bericht der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Region Luhansk mit 1.224 "Verstößen gegen den Waffenstillstand", darunter 1.149 Explosionen. In der Region Donezk lag die Zahl bei 703 Verstößen, darunter 332 Explosionen.