Plötzlich wirkte alles andere fast wie eine Vorband. Mit seinem Song "Unknown" lieferte JJ eine Performance ab, die selbst viele der diesjährigen Kandidaten locker in den Schatten stellte.
Spätestens nach diesem Auftritt war allen klar, warum der Eurovision Song Contest heuer überhaupt in Wien stattfindet.
Schon die ersten Töne sorgten in der Stadthalle für absolute Ruhe. Mit seiner markanten Opernstimme zog JJ das Publikum sofort in seinen Bann.
Während viele ESC-Acts auf schnelle Effekte und schrille Momente setzen, reichte bei ihm oft schon ein einziger Ton für Gänsehaut. Dennoch wurde optisch groß aufgefahren.
Komplett in Weiß gekleidet, mit dunklen Smokey Eyes, stand JJ mitten in einer riesigen Gruppe von Tänzern. Über ihm schwebten gleichzeitig Akrobaten von der Hallendecke.
Die gesamte Inszenierung wirkte wie eine Mischung aus Oper und Kunstperformance. Das Publikum in der Halle feierte den Sänger mit tosendem Applaus.
Nach diesem Auftritt dürften sich beim ORF manche aber auch insgeheim gedacht haben: Gut, dass JJ heuer nicht noch einmal für Österreich antritt.
Denn nach dieser Mega-Performance wäre ein weiterer ESC-Sieg vermutlich gar nicht so unrealistisch gewesen – und damit auch die nächste Millionenrechnung für eine erneute Austragung in Wien.